Review

Regisseur Ringo Lam, der Jean-Claude Van Damme schon in "Maximum Risk" doch sehr ansprechend in Szene setzte, versagt bei "Replicant" doch so ziemlich auf ganzer Linie. Die Story um einen Killer und seinen geclonten (guten) Widerpart kommt nie wirklich in Fahrt und zeichnet sich im Gegenzug vielmehr durch akute Ideenlosigkeit, Actionarmut und teilweise ziemlich lächerliche Szenen aus. Letztere betreffen durchweg Van Dammes Doppelrolle. Wirkt VanDamme als Killer, betont entfremdet durch gelbe Sonnenbrille und lange Haare einfach nur unglaubwürdig, so erscheint Replicant-Van Damme mit dem IQ einer Stehlampe schlicht als affenähnliche Witzfigur. Genauso dämlich wirkt die aufgesetzte, pseudo-vertiefende. Familiengeschichte, die nun absolut niemanden irgendwie berührt. Von den unübersehbaren Logiklöchern betreffend des Clon-Verhaltens will ich garnicht erst anfangen...

Aus dem Actiongenre ist man so manche inhaltiche Schwäche gewohnt und tolleriert sie trotzdem gerne, wenn unterm Strich die Action stimmt. Doch das ist hier ebenfalls nicht der Fall. Lam liefert einzig im Finale eine sehenswerte, längere Autocrashszene, der Rest vom Fest beläuft sich auf einige läppische Minikeilerreien und vereinzelte Mordfälle. Von ausgefeilter Choreographie oder erinnerunsgwürdigen Momenten weit und breit keine Spur. Gerade für den Namen Ringo Lam eine herbe Enttäuschung, da kann auch die routinierte technische Inszenierung abseits der Actionszenen nicht mehr viel rausreißen.

Fazit: Einer der schwächsten Van Dammes, Einzelkämpfer Michael Rooker ist als hartgesottener Cop noch das Beste an der Sache...

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