Jean Claude Van Damme wird sehr oft in die Kategorie „keine Story, nur banale Action“ eingeschätzt. In einigen Fällen mag das ja zustimmen aber nicht zu diesem Werk. Van Damme spielt hier mal wieder eine Doppelrolle. Auf der einen Seite spielt er einen Serienkiller und auf der anderen Seite ein Replikat zu diesem Killer.
Ok. Die Story ist total hirnrissig und unrealistisch, dafür aber punkten andere Eigenschaften im Film. Die Story ist größtenteils auch mit langweiligen Szenen bestückt, gerade im Mittelteil. Trotzdem sollte man den Film nicht von seiner Story bewerten. Denn in dem Fall hätte der Film eine niedrige Bewertung verdient.
Die Darstellung ist mal wieder grandios gemeistert wurden von einem tollen Jean Claude Van Damme. Aber Michael Rooker spielt eine schlechte Rolle. Er quält, verprügelt, und bedroht den Klon. In einigen Szenen hatte ich richtig Mitleid mit Van Damme. Van Damme benimmt sich als Klon wie ein Urmensch und das wirklich gelungen und auch sehr Spaßig. Der Rest der Darsteller sind kaum erwähnenswert.
Die Action macht hier klar das Programm. Neben zahlreichen Brutaliäten werden auch interessante und tolle Kämpfe ausgetragen. Und das ist ebenfalls so eine Sache. In den meisten Kampfszenen muss Van Damme beide Rollen gleich spielen. Doch stattdessen das Ringo Lam Computertechnik benutzt, lässt er in sämtlichen Szenen ein Double einspringen wo das Gesicht natürlich gut versteckt ist. Und auch in anderen Szenen sieht man nie zwei Van Damme´s auf einmal.
Und auch die Stunts sind einfach fabelhaft. Der Film bietet insgesamt nur 4 nennenswerte Actionszenen. Leider fehlt es dem Film an Tempo. Und einige Längen gehen den Zuschauer schon sehr auf den Geist. Aber das wird fast alles von tollen Kämpfen und beeindruckenden Choreographien ausgebügelt. Aber das kennt man ja von Van Damme.
Und auch einige nette Zitate besitzt der Film. Man mag es kaum glauben, aber „Replicant“ besitzt sogar einige kleine Gags. Wie als die Mutter den Cop mit dem Klon im Badezimmer erwischt, und die Gesten des Klons (u.a Mittelfingergeste) sind auch Köstlich. Mir ist es auch ein Rätsel wie man einen Klon ohne das der Lesen und Schreiben kann auf so eine Mission zu schicken?
Die Leute die Van Damme nicht ausstehen, könnten auch hier ihren Spaß haben. Denn hier wird Van Damme teilweise ziemlich verprügelt und vom Cop Jake sehr hart fertig gemacht. Teilweise schon sehr übertrieben. Van Damme mit Zottelhaaren. Einfach Klasse. In einigen Szenen erinnerte mich Van Damme (als Klon) auch ein bisschen an Adam Sandler (von der Aufmachung her).
Fazit: Ringo Lam versteht es richtig Van Damme gut in Szene zu setzen. Auch wenn das Drehbuch in vielen Belangen durchfällt und sehr unrealistisch erscheint brilliert der Film durch einen tollen Van Damme und spitzen Fights. Leider gefiel mir Michael Rooker nicht. Wie er den ganzen Film lang auf den Klon regelrecht einprügelt. Und nicht das erste mal spielt Van Damme eine Doppelrolle. Auch schon in „Maximum Risk“ spielte er sich Doppelt. Und auch da führte Ringo Lam Regie. Das Ende des Films ist wirklich Toll. Und auch einige Gags verstecken sich. Und wer sagt es denn. 2 Jahre später drehte Ringo Lam erneut mit Van Damme und zwar den Film „In Hell“ ,der ebenfalls nicht schlecht war und auch mit einem FSK 18 Siegel geschmückt war.
Kurzfazit: Dünne Story, packende Fights!