Review

Über den Herrn Van Damme und über seine Filme kann man sagen was man will, ich jedenfall mag ihn. Mit Filmen wie "Double Impact" , "Sudden Death" oder "Bloodsport" hat sich der gute Belgier einfach in mein Herz geschossen bzw. geprügelt... Replicant war einer der wenigen Actioner, die ich von den Muscles from Brussels noch nicht kannte und obwohl der Film damals mit sehr gemischten Gefühlen aufgenommen wurde, habe ich ihn mir ohne Vorurteile angeguckt. Aber naja, was soll ich sagen? Sicher, ein wirklich schlechtes Stück Unterhaltung ist nicht herausgekommen, aber ein gutes erst recht nicht...

Story:
Ein Serienkiller (Van Damme) der "Die Fackel" genannt wird, geht um und tötet immer junge Mütter und verbrennt sie und da man ihn über Jahre hinweg nicht fassen kann, beschließt man aus seiner DNA einen Klon ( auch Van Damme) herzustellen, mit dessen Hilfe man hofft, den Mörder endlich zu fassen...

Atmosphäre:
Wirklich positiv ist, dass der Film nie billig wirkt, da in die Kulissen recht viel Mühe gesteckt wurde und der Regisseur augenscheinlich etwas aus dem niedriegen Budget herausholt. Nichtsdestotrotz bin mit diesem Action Vehikel überhaupt nicht warm geworden, was wohl auch an dem Fehlen einer Identifikationsfigur liegt. Der eine Van Damme ist ein Killer, der andere strohdoof und fast stumm und der Cop der auf den Replicanten aufpasst ( Michael Rooker), kommt die ganze Zeit über einfach nur unsympathisch rüber. Ein weiteres Problem ist auch, dass die Drehbuchautoren wohl unbedingt krampfhaft versuchen wollten einen ernsthaften Serienkiller Thriller mit leichtem Science Fiction Einschlag zu machen, ansatt einen soliden Actionfilm, der ja mit Van Damme in einer Doppelrolle, für ein paar dramatische Fights geradezu prädestiniert gewesen wäre.

Schauspieler:
Tja was soll man groß sagen... Die Rolle des Serienkillers habe ich unserem lieblings Belgier kaum abgenommen, dafür aber die des Klons, dem erst noch alles beigebracht werden muss, angefangen beim Gehen bishin zum Sprechen, umso mehr.Diese Rolle spielt er wirklich glaubwürdig und scheint auch Spaß daran gehabt zu haben. Ansonsten ist nur noch Michael Rooker zu erwähnen, der hier außer die ganze Zeit den fluchenden Grießgram zu machen, nicht mehr als eine gerade noch zufriedenstellende Leistung abgibt.

Musik:
Nicht nervend, aber auch nicht mitreißend, eben purster Durchschnitt...

Fazit:
Der Film hat seinen kleinen Unterhaltungswert, das muss man ihm lassen, aber man hätte soviel mehr aus dem Stoff machen können. Wäre die Action besser über den kompletten Film verteilt gewesen, hätte man bessere Fights eingebaut und eine Identifikationsfigur mit eingebaut, wäre ich zufrieden gewesen, aba so bleibt mir nur zu sagen, dass dies eher ein "Van DAMN" ist.
Man kann ihn sich einmal anschauen, ohne sich danach über verschwendete Lebenszeit aufzuregen, aber es ist auch nicht Schade drum, wenn man diesen Film einfach links liegen lässt...
Deswegen gibts von mir gute 4 Punkte, mit der Tendenz zu 4.5!

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