Da ist sie nun – die 2. Doppelrolle (ich zähle „Maximum Risk“ mal nicht dazu) nach „Double Impact“ in van Dammes Karriere und viel gegensätzlicher könnten die von J.C. verkörperten Charaktere nicht sein – wäre da zu einem der Serienkiller Garotte – dessen Brutalität keine Grenzen zu kennen scheint und zum anderen sein Replicant, der körperlich ausgewachsen, den Verstand aber eines Kleinkindes hat. Zur Riege der beiden Hauptcharaktere gesellt sich noch Ex-Cop Riley, der in gewohnter Klasse von Michael Rooker dargestellt wird.
Zur Story: Der Serienkiller Garotte, genannt: „die Fackel“, treibt in Seattle sein Unwesen. Durch seine missratene Kindheit (Mutter zündete das Haus an, in dem der junge Garotte in einem Schrank eingesperrt war) sieht er sich dazu genötigt, „schlechte Mütter“ ausfindig zu machen und abzustrafen (bzw. abzufackeln). Cop Riley versuchte jahrelang Garotte zu fassen, aber nachdem er im Ruhestand von Garotte herausgefordert wurde, arbeitet er mit einer geheimen Regierungsbehörde zusammen um den Täter zu stoppen. Diese Behörde erschuf mit genetischem Material einen Klon von Garotte, mit dessen Hilfe Riley den Täter dingfest zu machen versucht...!
Die schauspielerische Leistung von Michael Rooker ist wie gehabt erstklassig – mit gewohnter Härte, Zynismus und mit ständiger Zwiespältigkeit dem Klon gegenüber, verkörpert er den rachsüchtigen, ehrgeizigen und labilen Charakter von Jake Riley.
Van Damme bringt ebenso eine glaubhafte und solide schauspielerische Leistung auf den Bildschirm – mit wenig Text und viel Mimik verkörpert er den neugierigen, nichts wissenden und stetig lernenden Replikanten.
Die Rolle des Killers Garotte, ist zweifelsohne der härteste und brutalste Charakter den J.C. je verkörpert hat.
Ringo Lam schaffte es nach „Maximum Risk“ wieder einmal, echte schauspielerische Qualitäten aus van Damme rauszuholen, die mich vollends überzeugt haben.
Vom Härtegrad (nicht Gorefaktor) ist der Film ein echter Reißer – Ringo Lam und J.C. zeigen eine Brutalität des Killers, die vor wirklich nix Halt macht – da sitzen weinende Kinder neben ihren brennenden Müttern, da werden ahnungslosen Anwohnern die Fensterscheibe auf die Köpfe geknallt, im Stuhl sitzende Krankenschwestern getreten und und und …. Dazu noch einige herrlich anzusehende Verfolgungsjagden und natürlich die Fights zw. dem Replikanten und Garotte, die herrlich inszeniert und gut choreographiert sind (vor allem die Einsätze von Doubles sind sehr gut gemacht und nicht zu auffällig).
Fazit: Aus einer eher banalen Story machen van Damme (durch gute schauspielerische Leistung) und Ringo Lam einen ultraharten Actionthriller, der zu den besten Filmen von J.C. zählt. TOPFILM!!!
Mal einige Worte in eigener Sache: ich habe mich köstlich über die Kommentare meines Reviewerkollegen E***t amüsiert. Diesen Film als „Terminator“-Kopie zu bezeichnen ist das mit Lächerlichste was ich je gehört habe (hast du „Terminator“ überhaupt gesehen?) und entzieht sich mir jeder logischen Denkweise. Aber in einem Punkt hast du recht: wenn van Damme gegen sich selbst kämpft ist das „Beschiss“ – ich war schwer schockiert als ich gehört habe, das die mit Doubles und Computertechnik und nicht mit einem ECHTEN Replikanten gearbeitet haben;)!!!!! Bleibt noch die Aussage: van Damme sei zu alt in „Cyborg“ – man sieht seine Falten – megalol – zu diesem Zeitpunkt war van Damme keine 30 Jahre alt!!!
Ich bin van Damme Fan, habe aber nix gegen konstruktive Kritik seiner Filme, aber manche Leute sollten sich die Filme anschauen über die sie Reviews schreiben und von Beleidigungen an den Liebhabern der Filme absehen!!