Ringo Lam und van Damme, da wäre es doch zu erwarten gewesen, daß wenigstens die üblichen Qualitätsmerkmale der Handelsklasse DTV (direct to video) eingehalten werden würden, aber selbst der versierteste Actionregisseur kann nichts ausrichten, wenn das Drehbuch nicht stimmt.
Van Damme ist hier zum wiederholten Male in einer Doppelrolle zu sehen, aber nicht einmal der Clou bewahrt den Film vor der Banalität.
Um es auf einen Nenner zu bringen, der Film ist einfach grottenlangweilig.
Die Idee klingt noch brauchbar: Polizist bekommt Replikanten eines Serienkillers an die Seite gestellt, doch der Klon hat noch nicht mal „Rain-Man“-Level, was die Kontaktfähigkeit angeht. Michael Rooker spielt den harten Cop, der allerdings weniger an einer schneller Aufklärung interessiert scheint, weil ihn das Skript den vermeintlichen Mörder-Klon erstmal quälen läßt und das den halben Film lang.
Rooker muß sich grundlos wie ein Folterknecht benehmen, bis ihm die Mami den Kopf geraderückt und er mal auf die Idee kommt, das Klon-Gesicht in der Verbrecherdatei abgleichen zu lassen.
Währenddessen muß van Damme als Killer mit eingeölten Strubbelhaaren unter Beweis stellen, daß er als Fiesling noch schlechter ist, als sein Standard vom guten Hirten. Die vage Mutterfixierung ist erbärmlich aufgebaut und selbst die Fightszenen genügen nur noch anspruchslosen Interessenten.
Hie und da lugt eine brauchbare Actionszene (die Verfolgungsjagd in der Tiefgarage) durch die Einöde, aber insgesamt fehlt es sogar an der nötigen Härte, um nicht das Vorspulschicksal zu erleiden.
Die Szene mit dem vorzeitigen Samenerguß des Klons bei der Prostituierten (die am Ende natürlich einfach so aussteigt, juajua...) ist bestimmt der absolute Tiefpunkt in der Karriere des Belgiers.
Also ganz schnell wieder vergessen (Kein Problem!), daß das hier nur der Klon vom Klon vom Klon einer halbwegs akzeptablen C-Story war. (2/10)