Guinea Pig: Devil's Experiment
Guinea Pig Part 1; meist hört man den Filme in Verbindung mit dem Satz „Grausamster Film aller Zeiten“. Und in gewisser Weise kann man dem auch zustimmen.
Zur Story ist nicht viel zu sagen. Eine Frau wird von drei Männern gekidnappt und als Versuchsobjekt benutzt. Man will herausfinden wie viel Schmerz die menschliche Seele ertragen kann, bis sie zerbricht. Deshalb wird die Frau auf verschiedene Arten gefoltert; von Schlägen über heißes Öl bis zu einer Nadel die durch ihren Augapfel gedrückt wird. Mit der Story kann man natürlich niemanden richtig überzeugen.
Aber auf der Ebene der Effekte kann der Filme aber eher etwas darbieten. Die Folterungen, vor allem im letzten Drittel des Films, sind echt gut gemacht und man könnte fast denken, dass die Szenen real sind. Über diese Effekte kann der Film wohl die meisten Punkte sammeln. Wie gesagt, fängt der Film eher verhältnismäßig „normal“ an. Doch je weiter der Film fortschreitet, umso brutaler werden die Methoden, welche die Männer anwenden. Aber alles in allem findet man die grandiosen Effekte eben erst kurz vor Ende des Filmes. Deshalb zieht sich auch der Anfang sehr in die Länge. Man sieht zu wie die Frau 10 Minuten geschlagen und getreten wird, wodurch doch eher die Langeweile als die Spannung gefördert wird.
Was die Atmosphäre angeht, die kommt zwar in gewissem Maße sehr dunkel und düster rüber, was aber die Längen auch nicht verdängt. So kommt in dem Film soviel wie keine Spannung auf und man muss bis zum Ende „warten“ um die guten Effekte sehen zu können. Und den Film als total brutal und extrem einzustufen, ja sogar als "brutalster Film aller Zeiten", ist meiner Ansicht nach etwas übertrieben. Die Szenen behält man zwar im Kopf, aber eben auch die Langeweile. Und an Gore und Splatter wird er Film, meiner Meinung nach von vielen anderen Filmen doch übertroffen.
Deshalb denke ich, dass „Guinea Pig“ ein Kurzfilm ist den man nicht dringend sehen muss.
Einige bezeichnen das Werk als Kunstfilm, andere vergöttern ihn wegen der intensiven Gewaltdarstellung und wieder andere werden den Film mit einem Kopfschütteln aus dem Fenster werfen.
Für Sammler und Fans dieses Genres gehört er trotzdem in das Dvd- Regal.
Fazit: Kurzfilm ohne Story, viel Gewalt und einigen hervorragenden Effekten. Für Horror-, Gore- und Splatterliebhaber aber fast Pflicht.
Punkte: 5 von 10 Punkten