„Devil’s Experiment“ ist der erste Teil der berühmt berüchtigten „Guinea Pig“ Reihe, die in der 80er Jahren in Japan einiges an Trubel verursachte. Und teuflisch geht es wirklich zu, wenn auch nur teuflisch schlecht.
Eine Handlung ist leider nicht existent. Das Filmchen dreht sich nur um drei Typen, die eine hilflose Frau mit allem foltern was sich ein krankes Hirn so einfallen lassen kann. So darf geschlagen, getreten, verbrüht, geschnitten und schließlich eine Nadel ins Auge gestochen werden. Der Gorevoyeur kommt dabei nur selten auf seine Kosten (wenn dann aber richtig), was aber nicht heißen soll das der Film nicht hart wäre. Das Gegenteil ist der Fall. Vor allem die ersten Einstellungen mit den Schlägen und Tritten kommen sehr real rüber.
So hart nun auch viele der Foltereien anzusehen sind (Augenszene), die Schauspielerin scheint keine Ahnung von ihrem eigentlichen Beruf zu haben. Einerseits schreit sie wie am Spieß als sie mit tierischen Innereien beworfen wird, andererseits bringen der Verlust eines Fingernagels und das Verbrühen mit heißem Öl nur ein leises Gähnen über ihre Lippen. Hallo, hallo! Das steht ja wohl in keinem Verhältnis.
Ziel der Filmemacher war es wohl einen Snuff Film zu imitieren. Und dies Unterfangen dürfte teilweise sogar geglückt sein, da alle Szenen unkommentiert aneinandergereiht werden und dem Zuschauer per Laufschrift am Anfang und Ende erzählt wird, dass sich der Scheiß tatsächlich zugetragen hat. Dazu kommen noch eine spärliche Beleuchtung, fast vollständig fehlende Musikuntermalung und der ein oder andere Kamerawackler. Fertig ist die reale Folterdoku. Nur wer möchte so etwas sehen?
Unterhaltung sieht jedenfalls anders aus.
Fazit: Absolut krankes Filmmachwerk ohne Sinn und Verstand, welches keine Daseinsberechtigung hat. Wer unbedingt den krassen Gore sehen möchte, kann sich auch lediglich den Trailer anschauen. Alles drin und 43 Minuten Zeit gespart.