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"Guinea Pig: Devil´s Experiment" ist einer der Filme, denen ihr Ruf weit vorauseilt. Der Ruf einer der extremsten und härtesten Filme aller Zeiten zu sein. Ohne Frage, ist dies auch nicht unbegründet. Die Pseudo-Snuff Machart des Films und die Sinnlosigkeit der gezeigten Gewalt sind schon ein harter Schlag in den Magen jedes Zuschauers. Aber mal eine genauere Betrachtung:

Der Film stellt einen Videomitschnitt eines ominösen Experiments dar, bei dem eine Frau von mehreren Männern auf die verschiedensten Arten gefoltert und gedemütigt wird. Durch Zwischentitel wird man darüber informiert, was als nächstes passiert. Und für die nächste Dreiviertelstunde wird man Zeuge davon wie die unschuldige Frau geschlagen, getreten, mit Zangen malträtiert, extremen Lärm ausgesetzt, mit vergammeltem Fleisch beworfen wird usw. Zum Finale hin kommt´s noch mal richtig hart: Eine Hand wird mit einem Hammer gebrochen und ein Augapfel der Dame wird von der Seite durch den Schädel aufgespießt. Ende

Wie man sich vorstellen kann, harter Tobak. Und obwohl man verstört ist bis oben hin und erstmal nichts mehr braucht, wird man das Gefühl nicht los, dass das Gesehene ziemlich sinnlos war. Die Pseudo-Snuff Thematik dient hier einzig und alleine der Vermarktung und der Voyeurismusbefriedigung. Eine hinterfragende oder selbstanalytische Wirkung hat das Ganze nicht. Man kann wenigstens sagen, dass man die Gewalt (im Gegensatz zur Fortsetzung "Guinea Pig: Flowers of Flesh and Blood") nicht unnötig ästhetisiert sondern sie darstellt wie sie ist: Unbekömmlich und ununterhaltsam. Damit wird dann allerdings auch keine Aussage gekoppelt, womit wir wieder bei der Sinnlosigkeit wären.

Kurzum: Der Film ist nichts als eine weitere Mutprobe für Leute die ihre Grenzen austesten wollen. Im Gegensatz zu anderen Filmen die dazu missbraucht werden, wirkt "Guinea Pig: Devil´s Experiment" auch wie allein dazu gemacht. Eigentlich ein durchweg unnötiger Film.

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