Erstmal muß man sagen, daß es sich hier nicht um einen Film in dem uns geläufigen Sinne handelt, sondern um eine minimalistische Pseudo-Dokumentation. Das Geschehen wird - ein wenig wie später in "Blair Witch Project" - so angekündigt, als seien dies Aufzeichnungen realen Geschehens, was sich auch ein relativ unprofessionell scheinendes Bild mit sich bringt. Und was im folgenden passiert, ist beileibe nicht unrealistisch gemacht. Es handelt sich hier nicht um einen Splatterfilm, sondern um einen "Folterfilm", falls es sowas gibt.
Auffallend ist die total lakonische Art, in der die einzelnen Vorgänge angekündigt werden. Als handele es sich um eine Art Sport, wird am unteren Bildrand jeweils die Zahl der Schläge, Tritte usw. amgezeigt, die dem Opfer verabreicht wurden. Einen ganz eigenen Humor erreicht der Film, wenn der eine Folterer nach 120 Schlägen ins Gesicht des Opfers feststellt: "Meine Hand tut weh." Hier wird der Film so krank, daß man merkt, daß er sich selbst absolut nicht ernstnimmt. Auffällig ist auch, daß nach den ankündigenden Texttafeln "Zahnarztbohrer", "Eingeweide" u. a. mehrmals ganz andere Dinge passieren, als man geglaubt hat. Weiter ist auffällig, daß das Folteropfer meist den Eindruck macht, freiwillig an dem Experiment mitzuwirken, was, wie auch sonst einiges in dem Film, nachdenklich macht.
Für die meisten Leute ist der Film sicher ungeeignet, und keiner muß sich schämen, ihn nicht gesehen zu haben. Zu empfehlen ist er allerhöchstens dann, wenn man sich für realistische Spezialeffekte begeistern kann oder wenn man den eigenen "Härtegrad" feststellen will (was aber recht albern ist).