Stuard Twonsend spielt einen jungen Mann, der sich urplötzlich in die hübsche Aristokratentochter Charlize Theron verliebt, mit der er eine kurze Affäre hat. Nachdem die beiden nach Paris gezogen sind, beginnt ein Dreiecksverhältnis mit der jungen Penelope Cruz, doch als der Zweite Weltkrieg ausbricht ändert sich die Beziehung der Drei grundlegend.
Bitte nicht noch ein Kriegsdrama, dass mit seiner pseudo-intelligenten und vor allem unglaublich flachen Story die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges noch einmal durchkauen und verarbeiten will, dabei aber leider lediglich Klischees verwendet, eine nicht einmal im Ansatz vielschichtige Story strickt und damit absolut überflüssig ist. Dabei beginnt es gar nicht mal so unglaublich schlecht. Das Dreiecksverhältnis der drei Hauptfiguren ist erst einmal, wenn auch nicht ganz frei von Klischees, solide dargestellt und ordentlich konstruiert. Doch dann kommt der Zweite Weltkrieg ins Spiel, der im Laufe der Filmgeschichte doch wirklich schon oft genug durchgekaut wurde. Nun verliert sich der Film in seiner endlosen Melancholie und behandelt die Auswirkungen des Krieges auf die einzelnen Figuren kaum. Das Verhältnis der Figuren zueinander verändert sich rapide und aufgrund der schwachen Charakterkonstruktion kommt auch dies nicht richtig zur Geltung. Ansonsten werden die üblichen Kriegswirren behandelt, die mittlerweile wirklich niemanden mehr vom Hocker reißen können und auch das Ende, das wohl schockieren und verstören soll, verliert aufgrund der flachen Handlung und der schlechten Charakterkonstruktion seinen Effekt, zumal die einzelnen Figuren dem Zuschauer kaum ans Herz wachsen konnten.
Die Umsetzung ist typisch für ein Melodrama. Mit sanfter Musik und einer malerischen Kulisse, die wirklich eine der wenigen gelungenen Aspekte des Films ist, versinkt der Film in seiner, scheinbar niemals enden zu wollenden Melancholie. Es gibt die eine oder andere erotische Szene, zumal man sich vermutlich ganz bewusst 2 Hauptdarstellerinnen aussuchte, die kaum eine Gelegenheit auslassen, nackte Haut zu zeigen, es gibt auch ein paar brutalere und blutige Momente, die aber keine sonderlich schockierende Wirkung zeigen. Immerhin ist der Schnitt verglichen mit anderen Filmen des Genres relativ schnell, womit auch das Erzähltempo zunimmt. Damit ist der Film wenigstens mäßig unterhaltsam und nicht komplett langweilig. Fans des Genres, zu denen ich mich definitiv nicht zähle, werden dies aber vermutlich hassen, da "Die Spiele der Frauen" somit endgültig zu einem ganz kleinen und flachen Gefühls-Kino wird. Ich vermute mal, dass es somit kein Zufall ist, dass dies das letzte Werk in der Karriere von Regisseur John Duigan ist, der vorher unter Anderem "Paranoid" und "Molly" inszenierte.
Charlize Theron ist ein Schatten ihrer selbst. Nachdem sie erst ein Jahr zuvor für eine ähnliche Rolle in "Monster" den Oscar als beste Hauptdarstellerin in Empfang nehmen durfte, zeigt sie sich hier mimisch schwach und überaus gelangweilt. Sie hat doch wirklich unter Beweis gestellt, dass sie die Rolle der Verführerin perfekt beherrscht. Auch wenn sie sicherlich die Idealbesetzung für ihre Rolle ist, leistet sie schwache Arbeit und lässt mal wieder keine Szene aus, um ihre weiblichen Attribute vor der Kamera zu enthüllen. Penelope Cruz spielt solide und wirkt in ihrer Rolle wesentlich sympathischer und liebenswerter, schade, dass ihr Part nicht sonderlich lang ist. Stuart Townsend, der bisher lediglich durch Nebenrollen in Filmen wie "24 Stunden Angst" oder "Wonderland" in Erscheinung treten konnte, wirkt er ein wenig unerfahren, leistet aber alles in allem solide Arbeit. Thomas Kretschmann muss, wie sollte es anders sein, die Rolle eines Nazis spielen, löst diese aber solide. Auch der übrige Cast ist ordentlich.
Fazit:
Mit einer klischeehaften und flachen Story und einem relativ schnellen Erzähltempo liefert "Die Spiele der Frauen" lediglich ein ganz kleines Gefühlskino, dass nicht einmal ansatzweise so gewaltig und emotional mitreißend ist, wie man es von anderen Filmen des Genres kennt. Die Darsteller sind, bis auf die unterirdische Charlize Theron solide. Neben der guten Kulisse und einem Ansatz von Erotik kann der Film nur mäßig unterhalten. Eher nicht empfehlenswert.