4 1/2 Film-Stunden Ritt durch Wüste oder Steppe mit allen möglichen Einlagen, die man sich nur denken kann. Was anfänglich wirklich gut unterhält wird auf die Dauer halt immer langweiliger. Immer, wenn man meint, jetzt könnte die Geschichte sich ein bisschen wenden, kommt noch mehr von dem Gleichen. Die jeweiligen Expeditionsführer müssen, nachdem sie draufgegangen sind, ersetzt werden. Der jeweilige Nachfolger erweist sich als genauso unfähig wie sein Vorgänger. Leichtfertig werden Leute geopfert. Die Geschichte basiert auf der historischen Santa-Fe-Expedition, die vor allem deswegen scheiterte, weil die Armee des unabhängigen Neu-Mexiko die Expedition aufrieb und die Beteiligten gefangen nahm, und nicht, weil ständig die Pferde gestohlen wurden. Die Indianer werden als unberechenbare Wilde dargestellt, denen auch mit Feuerwaffen nicht beizukommen ist. In positivem Sinne bemerkenswert an dem dem Fernsehdreiteiler ist die starke Besetzung, bei der ich keinen Ausfall erkennen konnte. Westernfans werden Gesichter wie Keith Carradine, Harry Dean Stanton und Brian Dennehy sofort wieder erkennen. Der Deutsch-Eskimo Eric Schweig gibt einen guten Buffalo Hump(Komantschenhäuptling) . Es gibt schöne Landschaftaufnahmen mit guter Kameraführung.
Die Fernsehserie ist ein Prequel zu Ruf des Adlers und verwendet den jungen Augustus McCrea als Hauptfigur. Auf 2 Stunden zurechtgeschnitten käme wohl ein ganz guter Spielfilm heraus.