Nach dem dritten Teil, „He Never Dies", dachte ich eigentlich, dass das Niveau der Guinea Pig Reihe im vierten Teil kaum weiter abfallen könne. Ich hatte mich gewaltig geirrt! Um es kurz zu machen: Ich denke das ich mit „Devil Woman Doctor" ganz sicher einen der zehn schlechtesten Filme gesehen habe, die ich mir überhaupt jemals zu Gemüte geführt habe.
Der Inhalt: Eine alberne Frau stellt dem konsternierten Zuschauer die seltensten und ungewöhnlichsten Krankheiten Japans vor. Einige Beispiele: Da wären Patienten die eine Erbkrankheit haben, welche dazu führt, dass ihr Kopf bei Aufregung explodiert, bei Anderen ist es das Herz, welches explodiert, wieder andere schwitzen Blut aus und, und, und...
So weit so schön. Wie aber wird das alles umgesetzt? Kichernde Darsteller, die beim Dreh offenbar viel spaß haben, kaum aber in der Lage sind sich auf ihre Rolle zu konzentrieren oder gar den Versuch starten diese halbwegs glaubhaft umzusetzen. Wir erleben „Effekte", die ihren Namen nicht verdienen, weil sie, obwohl billigst gemacht, so künstlich aussehen, dass sie auf den Zuschauer keine Wirkung haben - sprich einfach unecht aussehen. Als offenbarer Höhepunkte dieser „Effekte" sahen die Macher dann gegen Ende des Films ihren Nagelbretttrick an. Die Darsteller hauten sich diese Nagelbretter, denen man ihre Beschaffenheit aus Gummi genau ansah, in ihre Gesichter und waren dann mit roter Farbe beschmiert. Aber die Hauptsache ist das sie dabei Spaß hatten, denn das hat man ihnen angesehen. Gut gelungen sind in diesen Film nur die Maskeraden aus Latex eines Zombies und eines Enthäuteten, freilich nicht auf Horrorebene, sondern eher auf Niveau der „Muppets Show".Normalerweise würde ich sagen: "Ab in die Tonne", bei dem Preis aber sage ich: „Sucht euch einen Dummen, der euch das Teil abkauft."