Three...Extremes ist eine kleine Sammlung an Kurzfilmen im Horrorbereich, Die von äusserst talentierten Regisseuren aus verschiedenen Asiatischen Ländern zusammengestellt wurde. Eigentlich kann man bei diesen drei wirklich „Extremen“ Filmen fast schon von einer kleinen „Directors-Battle“ sprechen, denn diese Machwerke übertrumpfen sich ständig selbst.
1: Box
Massenfilmer Takashi Miike konnte es natürlich auch nicht lassen, an diesem kleinen Projekt teilzuhaben. Der für Japan ins Rennen steigende Titel begeistert durch sensationelle Bilder, einem sehr ruhigen und immer am richtigen Ort eingesetzten Score sowie durch das hervorragende Schauspiel der Hauptdarsteller. „Box“ ist ein extrem ruhiger Film – Miike-Fans werden sich womöglich die Augen reiben ob den teilweise fast schon stehenden Bildern. Doch setzt der Starregisseur das Gezeigte ins richtige Licht und spielt dem Zuschauer sehr Dialogarm seine mysteriöse Geschichte vor. Atmosphärisch hab ich seit Ewigkeiten nichts packenderes gesehen. Die Spannung platziert sich von der ersten bis zur letzten Minute – und des Rätsels Lösung wird manchem Zuschauer ein deutliches „Aha“ entlocken. Mag sein, dass das Ende ein wenig – sagen wir mal – „speziell“ ist, aber hey, es ist ein Miike – habt ihr was anderes erwartet?
Für mich eine Bombe und deshalb
10/10
2. Dumplings
Der im Gegensatz zu den beiden anderen Regisseuren dieser Sammlung eher unbekannte Fruit Chan leistet solide Horrorarbeit ohne besondere Massstäbe zu setzen. Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass Fruit Chan Angst hatte, neben den beiden anderen Regiestuhlsitzer unterzugehen: „Dumplings“ entpuppt sich als der brutalste Teil der „Three...Extremes“-Reihe und tappt phasenweise im Geschmacklosen umher, was man wohl eher einem Miike zugetraut hätte. „Dumplings“ erinnert unweigerlich an Cat III-Klassiker „Untold Story“ – da wurden viele Ideen geklaut. Schade dass in diesem zugegebenermassen durchaus düsteren und spannenden Fruit Chan Streifen nur wenig Neues zu sehen ist, das Material hatte viel Potenzial.
Für mich der Verlierer dieser „Battle“ und dank dem doch guten Unterhaltungswert trotzdem
7/10
3. Cut
Der Südkoreaner Park Chan-wook (Old Boy) bringt mit „Cut“ eine optische Rakete ins Rennen. Zuweilen fast unmögliche Kamerafahrten verbinden sich mit dem genialen Soundtrack und dem perfekten Schnitt. Die Story ist nett anzusehen, auch weil ein Grossteil dieser in Echtzeit abläuft und so unweigerlich einen extrem hohen Spannungsgrad heraufbeschwört. Doch zurück zum Wesentlichen dieses Films: Die Bilder, der Sound, der Schnitt – einfach sensationell! Selbstverständlich ist auch dieser Titel ziemlich Brutal und passt somit wunderbar in diese Sammlung. Aber das Wichtigste hier: Was für ein Balsam für die Augen, welch eine Pracht für die Ohren, was für ein Schnitt!
Optik hui, Sound wow, Schnitt boah, Story sehr nett: Gibt bei mir
9/10
Fruit Chan hat in der hohen Liga mitgespielt und trotz eines guten Beitrags verloren – doch vielleicht hat er mit seinem ebenfalls als Langfassung existierendem „Dumplings“ im Einzelverkauf ohne die anderen zwei Teile mehr Erfolg.
Jaja, der gute Park Chan-wook hat hervorragende Arbeit geleistet und belegt für mich dern 2. Rang. Weshalb? Ganz einfach weil Miikes Beitrag mir durch seine Atmo ein kleines Bisschen besser gefallen hat. Zudem bin ich bekennender Miike-Jünger – da kann ich meinen Helden doch nicht zum Zweitplatzierten erkoren!
„Three...Extremes“: Drei wirklich extreme Streifen! Der eine ist extrem Atmosphärisch, der andere extrem Brutal, und der dritte extrem geil gemacht. Gesamthaft für mich eine klare
9/10
Extreme Kaufempfehlung!