Review

Geschichte:

Dumplings:
Eine alternde Schauspielerin, eine schäbige Hinterhauswohnung und ein fast unglaubliches Versprechen. Mit Hilfe von Fleischtaschen bekommt, frau, ihre zweite Jugend wieder. Und tatsächlich schon bald beginnt sich der Ehemann wieder für seine Gemahlin zu interessieren…

Cut:
Was kann man sich mehr wünschen: Er ist ein erfolgreich und gebildet, liebt seine Frau und seine Filme sind sehr beliebt. Außerdem ist er auch noch zu den kleinsten und unbedeutensten Menschen nett und freundlich. Doch das absolute Gute kann nur existieren durch den Kontrast zum absolut Bösen, und das ist neiderfüllt und sinnt auf Rache.

Box:
Sie ist eine der beliebtesten Schriftstellerinnen, doch ein dunkles Geheimnis liegt in ihrer Vergangenheit. Völlig kopflos hetzt sie durch Erinnerungsfetzen, Halluzinationen und tatsächlichen Begebenheiten und ihre Vergangenheit holt sie langsam ein.


Kritik:

Park Chan-Wook („Oldboy“), Takashi Miike („Ichi“) und Fruit Chan, die drei Grenzbrecher aus Südkorea, Japan und Hongkong haben sich zu einem grandiosen Stell-dich-ein begeben… und ein Meisterwerk der Extreme abgeliefert.

Dumplings ist wahrscheinlich der visuell Anspruchsvollste. Und das nicht von ungefähr, denn kein geringerer als Kameragott Christopher Doyle („Hero“, „2046“) steuert eindrucksvolle Bilder zu dieser „delikaten“ Geschichte bei.

Cut vom südkoreanischen Wunderkind Park Chan-Wook ist vom Handlungsstrang der interessanteste. In alter „JSA“- und „Oldboy“ – Manier, weiß der Zuschauer bis zum Ende nicht wirklich, was er von den Charakteren halten soll. Wieder einmal durchbricht Park Chan-Wook das alte Gut-Böse Verhältnis.

Lediglich „Box“ enttäuscht ein wenig. Obwohl ich von dem, wahrscheinlich kontroversesten Kopf des aktuellen Kinos, wirklich viel erwartet hatte. Der Schöpfer so gegensätzlicher Filme wie „Ichi the Killer“ und „The bird people of China“, schafft es zwar eine beängstigende Atmosphäre einzufangen, doch so richtig gelungen ist „Box“ nicht. Zu unklar bleiben Personen und Handlungsstränge.
Er hat zwar nicht ganz das Niveau von „Dumplings“ und „Cut“ ist aber trotzdem ansehenswert.

Für jeden Fan des asiatischen Kinos ein Must-See. Für Einsteiger: vor dem Filmgenuss, nicht zuviel essen!

9/10

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