Drei Horror-Kurzgeschichten ostasiatischer Herkunft aus dem Jahre 2004.
Aus Hongkong stammt "Dumplings", dem es in erster Linie um das Erreichen eines möglichst hohen Ekelfaktors geht. Dieser wird dadurch erreicht, dass Frauen in der "Midlife-Crisis" mit zerhackten menschlichen Föten gefüllte Teigtaschen verspeisen, um sich zu verjüngen. Irgendwann nimmt aber das Unheil seinen Lauf, wobei ich die Schlusspointe ehrlich gesagt nicht verstanden habe. Hiervon gibt es auch eine Langfilm-Variante, auf die aber nicht sonderlich Lust verspüre - zu selbstzweckhaft, durchschaubar und substanzlos wirkt "Dumplings" auf mich.
"Cut" aus Korea versaut jegliche Atmosphäre durch alberne komödiantische Einlagen, die im krassen Gegensatz zum gezeigten Sadismus stehen, und schafft es leider nicht, wenigstens ein stimmiges Ende zu liefern. Stattdessen verliert er sich im Surrealen (oder so) und lässt den Zuschauer unbefriedigt zurück.
Bei "Box" versuchte der Japaner Takashi Miike anscheinend, einen neuen Rekord in Sachen laaaaaangsamer Dramaturgie und ausgestrahlter Ruhe aufzustellen, so dass man jederzeit damit rechnet, dass die DVD urplötzlich gänzlich stehenbleibt. Dennoch machen die furchterregende Atmosphäre und unheimlichen, wenn auch sich häufig wiederholenden Bilder neugierig auf die Auflösung des ganzen, die sich aber ebenfalls in surrealen Fantasie- oder Traumgebilden verliert und eine aus meiner Sicht wenig logische Schlusspointe zeigt. So bleiben letzlich lediglich die eindrucksvollen Bilder beim Zuschauer hängen, allerdings keinerlei schlüssige Geschichte.
So sehr ich auch andere Höhepunkte des ostasiatischen Horrorkinos schätze, mit all ihrer Mystik, Interpretierbarkeit und nicht zuletzt natürlich Exotik, so inhaltsschwach scheinen mir diese drei Vertreter daherzukommen. Schade.