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„L.A.Crash“ist ein Crash der Kulturen,Hautfarben und Gesellschaftsschichten in und um Los Angeles.

Eine Handlung zu umschreiben ist eigentlich nahezu unmöglich,da Schicksale von sehr vielen Personen geschildert werden,die zum größten Teil etwas miteinander zu tun haben.
Zu verzweigt ist der Bezug der Personen zueinander wie in einem großen Netz.
Es werden uns kurze Handlungsabläufe einzelner Protagonisten im stetigem Wechsel gezeigt,so dass alles erst einmal ohne Zusammenhang erscheint,sich aber später miteinander verbindet und einen Sinn ergibt.

Jedoch bin ich der Auffassung,dass hier versucht wurde möglichst viele Schicksale miteinander zu verknüpfen,was zur Folge hat,dass wenig Zeit zur Identifikation und Mitfühlen bleibt.Während die Rolle Matt Dillons genial und vielschichtig beleuchtet wird,ist die von Sandra Bullock meines Erachtens total überflüssig.
Was bei „Amores Perros“noch wohl dosiert war,wird hier schnell zu unüberschaubar.
Keine Frage,alles gut durchdacht,toll dargestellt und intelligent in Szene gesetzt – doch so wirklich berührt hat mich nur ein Teil.Der emotionale Höhepunkt war für mich eindeutig die Geschichte des Schlossers und seiner Tochter,obgleich das Bild eines bewaffneten Persers mit amerikanischer Flagge im Hintergrund etwas zu zynisch anmutet.
An einigen Stellen kam die Botschaft sprichwörtlich etwas zu „schwarz-weiß-malerisch“rüber,vielleicht auch weil der Streifen eben doch typisch amerikanisch ist und da sind bestimmte Konflikte an der Tagesordnung.
Für mich ein Film mit überdurchschnittlichem Anspruch,geschickter Umsetzung und in sich stimmig,aber teilweise eben zuviel des Guten
7 von 10 Punkten

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