Eine Reihe von Menschen unterschiedlichster ethnischer Herkunft gerät in Los Angeles in einen Strudel folgenschwerer Ereignisse, die allesamt rassistischen Hintergründen entspringen.
Paul Haggis will mit einem Mosaik untereinander verzahnter Episoden latente und offene Alltagsrassismen bloßlegen, das tief verwurzelte, nur scheinbar überwundene Misstrauen zwischen den Rassen aufspüren und für ein vertrauens- und respektvolles Miteinander plädieren. Wahrscheinlich in bester Absicht greift er dabei auf formale Holzhammermethoden zurück, die nicht davor Halt machen, emotionale Höhepunkte mit seichter Popmusik zu umspülen. Die penetrant auf Erkenntnis und Einsicht zugespitzten Ereignisse fügen sich zu einem Lehrstück, das Gefahr läuft, das Publikum in Bekehrte und zu Bekehrende zu spalten: Die bereits Überzeugten dürfen sich für ihre fortschrittliche Weltanschauung gelobt fühlen; doch gerade bei Zweiflern dürften die unlauteren Manipulationen am Gefühlsempfinden und die überhebliche Besserwisserei statt des angestrebten Gesinnungswandels eher ideologische Trotz- und Abwehrreaktionen in der Art hervorrufen, wie sie übereifrige Apostel unweigerlich gegen sich aufzubringen pflegen. Schließlich vertraut der Mensch aus gutem Grund viel eher den eigenen Schlussfolgerungen als den verordneten.