Im dritten Teil der "Guinea Pig"-Reihe geht es um den erfolglosen, unglücklichen Hideshi, der in verzweifelten Selbstversuchen zu dem Schluss kommt, dass er nicht sterben kann. Seines öden Lebens und des Jobs in der Computerfirma überdrüssig sperrt er sich tagelang in seiner Wohnung ein, keinem scheint er zu fehlen. Zunächst einen Suizid planend findet er schließlich regelrecht Gefallen daran, sich selbst Unglaubliches anzutun, ohne dabei ernsten Schaden zu nehmen. Von rabenschwarzem Humor begleitet kommentiert er sein blutiges Werk, wenn er sich die Pulsadern aufschneidet ("Das tut gar nicht weh") oder den Hals aufschlitzt ("schäbig"), was noch harmlos ist, gegen die Show, die er danach vor den Kollegen abzieht, welche ihn vormals links liegen liessen. Als Ausdruck seines nun befreiten Lebens werden die mit seinen Eingeweiden beworfen und sind geschockt über solch schrägen Elan. Wie die anderen Teile aus dieser japanischen Reihe ist das zwar wenig tiefgründig, selbst wenn man diesen Kurzfilm etwas weiter ausholend als kritisch gegenüber der japanischen Gesellschaft und ihrer Entmenschlichung betrachten könnte. Eigentlich ist "He Never Dies" eine kranke, blutige Komödie, die innerhalb der Serie die Pseudosnuffschiene hinter sich lässt und mit einem satirischen Rahmen aufwartet. Die Spezialeffekte sind oft einfacher gehalten als bei den Vorgängern, Ausnahmen wie das realistische Abtrennen eines Handgelenks gibt es allerdings auch. Die einfache Kamera und die unbedarft wirkenden Darsteller sind geblieben, offensichtlich hatten die viel Spass beim Dreh, was sich auf den Film überträgt. Wer rabenschwarzen Asienhumor wie in einigen Cat 3-Vertretern üblich, gepaart mit comichaft übertriebenen Goreeffekten mag, findet hier eine gute Mischung als Kurzfilm vor.
Fazit: Für Freunde des ganz kruden Humors und ebenso für Splatterfetischisten sehr geeignet. Spaßige Sicko-Unterhaltung. 7/10 Punkten