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Nach dem Telefonzellenthriller "Nicht Auflegen" ("Phone Booth" im Original) mit Colin Farrell kommt jetzt mit "Final Call" ("Cellular" im Original") ein weiterer temporeicher Film über die Fernsprechhilfsmittel von Autor Larry Cohen.

Lehrerin Jessica (Kim Basinger" wird eines Morgens urplötzlich in ihrem Haus von mehreren Männern unter Leitung von Ethan (Jason Statham) gekidnappt und zu einer abgelegenen Farm gebracht. Dort wird sie auf dem Dachboden eingesperrt. Bevor Ethan wieder geht, um ihren Mann ausfindig zu machen von dem er was ganz wichtiges benötigt, zerstört er noch das Telefon auf dem Dachstuhl.
Aus den Restteilen bastelt sich Jessica dann ein "Nottelefon" und wählt irgendeine Nummer. Zufällig genau die von Sunnyboy Ryan (Chris Evans), der eigentlich was ganz anderes vorhat als einer verwirrten Frau am Telefon zu helfen. Ryan versucht die Frau an die Polizei weiterzuleiten, doch dort hat man keine Zeit für ihn. Somit liegt es an ihm die Situation unter Kontrolle zu bringen und das Leben von Jessica und ihrer Familie zu retten.

Der Film lässt dem Zuschauer so gut wie keine Zeit zum verschnauffen, die gesamten knapp 90 Minuten, die der Film lang ist, geht es im Eiltempo um Leben oder Tod.
Dabei wird Ryan nicht nur durch die "normalen" Probleme eines Handybesitzers (Akke leer, kein Netz) am Erfolg seiner Rettungsmission verhindert, sondern er muss auch notgedrungen das Gesetz übertreten um Jessica helfen zu können. Dabei ist vor allem der Porscheklau recht amüsant inszeniert, vor allem da er später das gleiche Auto noch einmal stibitzt. Regisseur David R. Ellis ("Final Destination 2") hat hier ganze Arbeit geleistet denn "Final Call" ist zu keiner Minute irgendwie langweilig, sondern bietet non stop Unterhaltung bis zur letzten Minute.

Dabei spielt vor allem Chris Evans seine Rolle sehr gut, man kauft ihm dem Wandel vom am Helfen nicht interessierten Typen zum kämpfenden Lebensretter ab, der dabei erkennt, das er doch in der Lage ist Verantwortung zu übernehmen und nicht wie sonst den Kopf einzieht.
Auch William H. Macy, der hier den Cop Mooney spielt, der seinen Job nach langer Dienstzeit aufgeben will um ein Wellnesscenter zu eröffnen, spielt seine Rolle sehr überzeugend. Mooney, der Cop der Ryan im Revier zu den zuständigen Kollegen weitervermittelt hatte, merkt das irgendwas faul ist, da Ryan nach einiger Zeit immer noch unterwegs ist und alleine das Problem lösen muss. Mooney macht sich also auf den Weg und überprüft das Ganze selbst. Aber auch Kim Basinger und Jason Statham spielen überzeugen, wobei vor allem Statham als Entführer, der seine Ziele mit jedem Mittel (ob recht oder unrecht ist sowieso egal) durchsetzt, mehr als gut rüberkommt. Aber auch Frau Basinger, die in der letzten Zeit eher weniger gute Filme mache, kann hier wieder punkten. In einer Nebenrolle, als Ryans Freundin, ist zudem Jessica Biel zu sehen, was vor allem dem männlichen Auge zusagen dürfte.

Alles in Allem ist "Final Call" ein wirklich gelungener und durchweg unterhaltsamer Thriller mit hohem Tempo und guten Darstellern rund ums mobile Telefon.
8 von 10 Punkten.

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