Achtung B Movie auf der Schwelle zum C Movie. Eigentlich sollte es ein Thriller sein, doch wirkliche Spannung kommt nicht auf.
Folgendes kommt tatsächlich in Final Call vor: [ Spoiler ]Ein Mann ( Jason Statham) sperrt eine Frau (Kim Basinger) in einem Dachboden. Er kommt drauf dass ein Telefon im Zimmer ist, kommt zurück und zerschlägt es. Die Frau eine Biologie Lehrerin schafft es das Telefon wieder funktionstüchtig zu machen, und ruft irgendeinen Fremden (Chris Evans) an um ihn um Hilfe zu bitten. Dieser hat gerade Stress mit seiner Ex (Jessica Biel). Soweit so gut. Chris Evans Figur hilft ihr nun und geht zur Polizei. Der Polizist (William H. Macy) macht eine Notiz. Dann kommt eine Bande Raufbolde ins Polizei Revier. Der Polizist schickt den jungen Mann in den 4ten Stock .Dort ist kein Empfang fürs Handy und der junge Mann findet keinen Officer. So der junge Mann flieht jetzt aus der Polizeistation, weil er den Jungen der Frau zu retten versucht. Dieser heißt Ricky Martin ( kein Scherz !). Dann stiehlt er ein Security Auto, und holt sich ein Ladegerät mittels Waffengewalt. Währenddessen kommt der Polizist auf die Idee, doch bei der angeblich Entführten vorbei zuschauen. Ist doch sehr nett von ihm oder ? Die Frau die er dort antrifft, braucht ihm aber keinen Ausweis zeigen. Stunden später registriert er aber, dass die Frau wie eine Ausländerin gesprochen hat und wird mistraurisch (Toller Polizist !). [Spoiler Ende] Wo ist eigentlich das Headset von Chris Evans Figur ?
Und so geht die durchschnittliche und voll mit Logikfehlern bespickte Geschichte von Final Call weiter. Originelles kann dieser Film leider nicht bieten. Doch was soll man von dem Regisseur David R. Ellis (Final Destination 2, Snakes on a Plane) und dem Drehbuchautor Chris Morgan (Fast and Furios 3) schon großartiges erwarten. Chris Morgan hat übrigens die Original-Drehbuch Story von Larry Cohen ( Nicht Auflegen !) umgeschrieben. Das Thema wäre für einen Thriller vielleicht nicht schlecht gewesen. Gute Grundidee und bekannte Namen. Doch auch die Schauspieler wirken nicht besonders motiviert. Dazu kommen seltsame Dialoge und der Film wird nicht spannend genug erzählt. Ein Grund für die fehlende Spannung ist das Hin und Her springen zwischen den Beteiligten. Wieso haben bitte Jason Statham, Kim Basinger, William H. Gacy etc. ... hier mitgespielt ? Wahrscheinlich war es leicht verdientes Geld. Diese Drei sind hier auch glatt überbesetzt (oder fehlbesetzt !). Kim Basinger wirkt unterbeschäftigt und Jason Statham kann seine Brutalität nicht ausspielen. Hier wäre eine interessante Nebenhandlung , zwischen Statham und Basinger, die wirklich spannend sein könnte. Leider wird auf die nicht sonderlich eingegangen. Es wirkt auch in einigen Szenen so, als ob Statham richtig abbremsen muss um niemand zu verletzen. Schade, aber wahrscheinlich wäre dann nichts aus der Kindergarten gerechten Freigabe geworden. William H. Gacys Figur wirkt aufgesetzt und künstlich in die Länge gezogen und bremst die Geschichte. Er wirkt auch einfach zu dämlich um dann als großer Held da zu stehen. Die Rolle des Cops hätte auf ein Minimum reduziert werden sollen. Bei sämtliche B und C Darsteller ( u.a. Jessica Biel, Chris Evans ....) kann ich durchaus verstehen, dass sie bei diesem Film mitgemacht haben. Die spielen ihre Rollen auch ihrem Können nach, ohne dass einer besonders auffällt.
Einen gewissen Unterhaltungswert kann man Final Call allerdings nicht absprechen. So sind die Szenen im Handyshop und den Porsche fahrenden Anwalt durchaus komisch. Als Action Thriller ist allerdings Final Call nicht spannend genug. Dieser Film hat nichts mit „Nicht auflegen !" gemeinsam. Die angebliche Gemeinsamkeit dient nur Werbezwecke. Ein Hollywood Thriller aus der Schublade, aalglatt und schnörkellos gefilmt. Nicht langweilig aber auch nicht aufregend.