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Der Detroiter Cop Axel Foley (Eddie Murphy) ist nicht nur verdammt gut in seinem Job, sondern auch im Sprücheklopfen, weswegen er häufig auf Konfrontationskurs mit seinen Vorgesetzten geht. Als ein Kumpel Axels erschossen wird, führt ihn die Spur nach Beverly Hills. Dort ist der reiche Victor Maitland (Steven Berkoff) bald Axels Hauptverdächtiger, doch die streng vorschriftsmäßigen Polizisten in Beverly Hills behindern Foley des öfteren bei seinen Ermittlungen.

Ein simples Konzept, absolut unterhaltsam umgesetzt, das ist die Erfolgsformel von "Beverly Hills Cop". Einer der ersten Kassenknüller des Duos Simpson/Bruckheimer gilt als einer der Kultfilme der 80er und hat sich seinen Status redlich verdient. Wenn man den Film zerlegt, kann man gut die einfache Struktur erkennen: Foley kommt mit seinen Ermittlungen stets stückweise voran, dazwischen gibt’s aufgrund seiner unkonventionellen Methoden Ärger mit seinen Vorgesetzten.

Ein Grund, wieso dieses simple Konzept so gut klappt, ist die Hauptfigur Eddie Murphy, der mit "Beverly Hills Cop" auf dem Höhepunkt seiner Karriere stand. Trotz Unglaubwürdigkeit in den wenigen ernsten Szenen überzeugt er auf der ganzen Linie als Plappermaul, das die Lacher aufgrund diverser Kultsprüche auf seiner Seite hat. Anders als heutige Möchtegern-Komödianten wie Chris Tucker geht Murphy mit seinem ununterbrochenen Geplapper dem Zuschauer nicht auf die Nerven. Außerdem gibt’s gute Nebendarsteller wie John Ashton als Det. Taggart oder Judge Reinhold als Billy Rosewood, den ich später im zweiten Teil fast noch lieber mag als Eddie Murphy.

Das schönste an "Beverly Hills Cop" ist jedoch dieser unvergleichliche Charme. Hier spürt man in jeder Szene die 80er Jahre, vom klasse Soundtrack ("The Heat is on" und das "Axel F. Theme kennt ja wohl jeder) bis hin zur wunderschönen Kulisse Kaliforniens erinnert alles an diese Ära. Das entschädigt für die etwas gemächliche Story, der es ein wenig an Spannung mangelt und die außer am Anfang und zum Schluss auch keine nennenswerten Actionszenen zu bieten hat.

Sozusagen ein Relikt aus den 80ern, das alles typische dieser Zeit in sich vereint hat und gerade deshalb noch heute so sympathisch wirkt. Irgendwie ein Evergreen, obwohl das Ganze von Jahr zu Jahr angegrauter wirkt. Doch der Charme und die Atmosphäre sind hier noch vorhanden und machen "Beverly Hills Cop" absolut sehenswert, wenn man nicht unbedingt zeitgemäße Hochglanz-Optik mit dauerhaft Action und Spannung braucht.

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