Das Revier von Cop Axel Foley ist Detroit, doch verschlägt es den nie um Worte verlegenen Polizisten ins sonnige (und weiße) Beverly Hills, wo er auf eigene Faust nach dem Killer seines Freundes Michael sucht.
Der Beginn ist ein dabei interessanter Kontrast. Unter den Hit „The Heat is On“ legt Regisseur Martin Brest Bilder eines tristen Detroit, zeigt die untere Hälfte der Gesellschaft und wenig ansehnliche Gegenden. Das will so gar nicht zu dem flotten Song mit seiner energetischen Art passen, wirkt schon wie eine Sozialsatire und bietet einen bemerkenswerten Einstieg. Diesen Ton verlässt „Beverly Hills Cop“ allerdings recht schnell mit Foleys erstem Auftritt und von hier an pendelt er sich gleich in seiner Machart ein, mixt ein bisschen Action mit Humor und einem Kriminalfall, der insgesamt recht simpel gestrickt ist, aber als Grundlage für das Szenario durchaus taugt. In diesem verwurstet man Elemente des Cop- und Buddymovie, wirft etwas culture clash mit ein, die schwarze Labertasche hier, die Weißbrote mit Stock im Arsch da, es sind eben die 80er.
Und dazu gehört auch, dass während der rasanten ersten Actionsequenz bei der Verfolgungsjagd echte Autos chic zerlegt werden und man wirklich mit einem LKW durch die Gegend brettert. Extrapunkt dafür, ich nenne es mal technische Nostalgie, so eine Haptik kann CGI eben nicht ersetzen.
Auf die Filmlänge gesehen macht sich die Action allerdings fast schon etwas rar. Am Ende kracht es noch einmal ausführlicher, dazwischen geht es budgetschonender zur Sache und so setzt der Streifen auch eher auf Humor. Passend zur Besetzung der Hauptrolle darf Eddie Murphy immer wieder sein komödiantisches Talent ausspielen. Das lockert den Film durchweg auf, wenn der Humor auch recht gut verteilt ist und das hier nie zur reinen Comedy-Veranstaltung mutiert. Meist beschränkt sich das aufs Verbale, wobei der hohe Anteil an Homo-Witzen auffällig ist, eben wieder die 80er, da war man schmerzfrei. Das mag heute irritierend wirken, man kann es aber auch aus der Entstehungszeit heraus betrachten.
Einprägsam gut ist das musikalische Hauptthema, Harold Faltermeyer hat hier eine der bekannten Filmmelodien aus dem Synthie gekloppt und diese brennt sich irgendwann in den Gehörgang. Eine dieser Tonfolgen, die man nicht vergisst.
Insgesamt ist "Beverly Hills Cop" leichte Krimikost mit (leicht streitbarem) Humor, inszeniert mit Verve und einem guten Gespür für Timing. Unterhaltsam, gut besetzt und doch auf seinen Star Murphy zugeschnitten bekommt man hier eine typische 80er-Actionkomödie und davon wiederum eine der besseren. Schaut sich sich immer noch locker flockig durch.