Dies ist mal wieder ein Film der Rubrik „kennt jeder, liebt jeder“. Und deswegen scheint es irgendwie unnötig, über ihn noch großartig Worte zu verlieren. Mache ich aber trotzdem! Nun, er gehört nicht zu meinen absoluten Favoriten und ich halte ihn für etwas überbewertet, trotzdem ist er für mich ebenfalls ein ziemlich guter Horror-/Splatterfilm.
Die Gebrüder Gecko (zwei ziemlich gewalttätige, polizeilich gesuchte Gangster) wollen über die Grenze nach Mexiko, was ihnen dank der unfreiwilligen Hilfe einer Familie und dessen Wohnmobil auch gelingt. Die Fahrt geht weiter und zwar zu einer abseits gelegenen Bar namens "Titty twister" (hier wollen sich die beiden Gangster am nächsten Morgen mit einem Typen treffen). Kurz nachdem sie die Bar betreten haben, kommt es jedoch zu einer Auseinandersetzung mit dem Personal. Und wenig später verwandelt sich das Personal in blutdurstige Vampire, die sofort auf die anwesenden Gäste losgehen.
In den ersten rund 50 Minuten ist "From dusk till dawn" eher eine sowohl recht unterhaltsame, wie auch gewalttätige Gangster-Story. Erst nach der Ankunft im "Titty twister" geht das Spektakel dann gut los. Und das ist dann schon kultverdächtig. Schwarzer Humor, schräge Gags, Action und einige fette Splattereffekte. Die Masken der Monster sind cool, ich finde vor allem die von Tom Savini amüsant. Enden tut die Splatterkanonie dann auch erst, nachdem die Sonne wieder aufgegangen ist und die beiden letzten Überlebenden den Ort des Schreckens verlassen haben, der Titel des Films ist somit auch recht passend.
Die Darstellerriege hat mit den beiden Hauptdarstellern Quentin Tarantino (Produzent und Drehbuchschreiber) und vor allem George Clooney für einen Film dieser Art ungewöhnlich prominente Gesichter zu bieten. George Clooney spielt seine Rolle jedenfalls richtig gut und für seinen Filmpartner gilt dasselbe. Auch die anderen Schauspieler können überzeugen.
Zweifelsfrei ein guter Film der sowohl einiges an verrücktem Splatter als auch einen netten, schwarzen Humor zu bieten hat. Wie gesagt, die meisten scheinen ihn sowieso zu kennen.