From Dusk Till Dawn
Filmbesprechung zu dem Film „From Dusk Till Dawn“. Der Film wurde 1996 von Robert Rodriguez gedreht und in Szene gesetzt. Das Drehbuch lieferte der begnadete Drehbuchautor Quentin Tarantino, der zuvor schon mit Pulp Fiction überzeugen konnte. In den Hauptrollen spielen unter anderem George Clooney, Quentin Tarantino, Harvey Keitel, Juliette Lewis, Salma Hayek und Tom Savini mit. In den Nebenrollen sieht man auch den einen oder anderen bekannten Schauspieler wie auch zum Beispiel John Saxon, aber das nur am Rand. Kommen wir nun zu dem Film selbst und auch dazu warum der Film von mir nur 9 von 10 möglichen Punkten erhält.
Wie Sie, sehr geehrter Leser sicher wissen vergebe ich die 10 Punkte nur sehr selten und auch nur an Filme die sie wirklich verdient haben. Zu den 10 Punkte Filmen zähle ich unter anderem Pulp Fiction, Psycho, und Halloween. Ich streite auf keinen Fall ab, dass es sich bei „From Dusk Till Dawn“ um einen sehr guten Film handelt der ein ernsthafter Kandidat für die 10 Punkte Wertung ist, die von mir aber nicht bekommt, warum das so ist Können Sie auf den nächsten Seiten lesen.
Was ich zugeben muss ist, dass der Film von Anfang an, bis hin zu seinem Ende sehr viel Spaß macht, er lässt sich gut gucken und wird auch nicht langweilig. Was den Film am ehesten in Szene setzt sind auf jeden Fall die Dialoge und Sprüche die der Film aufweisen kann, dass macht den Film richtig lustig und kultig, aber die Story, sie ist es an der man sicher einiges andern machen könnte, oder besser gesagt gekonnt hätte.
So, rufen wir uns doch noch einmal die Geschichte des Films ins Gedächtnis zurück. Clooney (Seth) und Tarantino (Richard) sind zwei Brüder die eine Bank überfallen haben, dabei haben sie ein paar Cops, Ranger und Zivilisten umgenietet, dazu kommt noch das sie auf ihrer Flucht eine Geisel genommen haben. Sie wollen über die Grenze nach Mexico. Auf dem Weg dahin jagen sie noch einen Spirituosen Geschäft in die Luft und Richie bring noch die Geisel um in einem seiner verrückten Anfälle die er ab und zu mal hat. So, jetzt kommen in dem Film neue Charaktere hinzu und zwar Jakob (Harvey Keitel), seine Tochter Kate (Juliette Lewis) und sein Sohn Scott ( ? ). Jakob war mal ein Priester, der aber seinen Glauben verloren hat weil er seine Frau verloren hat. Nah ja auf jeden Fall wollen die drei auch nach Mexico, warum weiß man nicht. In einem Motel, wo sie absteigen um noch einmal in einem richtigen Bett zu schlafen trifft die Familie auf die beiden Brüder. Seth und Richie nehmen die Familie als Geiseln und Jakob soll die Brüder in seinem Wohnmobil über die Grenze bringen. Das gelingt ihnen auch, dort angekommen gehen sie in die Bar „Titty Twister“ um den Abend zu feiern und sich am nächsten Tag mit Carlos zu treffen, der sich diesen Puff aus dem Hut gezogen hat. Dann auf einmal wird aus dem Roadmovie, das der Film bis dahin zweifelsfrei war, ein Vampir-Horrorfilm der etwas komischen Art. Ich möchte nicht sagen das der Film ab diesem Zeitpunkt schlechter wird, aber die Vampir Geschichte ist nicht gerade die beste, nah ja sei es wie es sei, der Rest der Story sollte Ihnen bekannt sein.
Wie ich Ihnen am Anfang des Reviews schon mitteilte, lebt der Film hauptsächlich von seiner coolness, den Sprüchen und guten Dialogen, die Tarantino in seinem genialen Drehbuchautor Verstand aufs Papier brachte. Dazu kommt noch die gute und überzeugende Schauspielerische Leistung, die Clooney, Keitel und Lewis an den Tag legen. Zu Tarantinos Darstellung seines Charakters kann ich nur sagen, dass sie etwas verbesserungswürdig ist, aber da mach ich dem Mann keinen großen Vorwurf, trotzdem ist es ein kleiner Minuspunkt des Films. Genauso die Darstellung von Scott, der Sohn von Keitel ist meiner Meinung nach der nervigste Charakter des Films, er hat ständig was zu meckern und nörgelt rum, auch dies ist ein Minuspunkt des Films. Wenn wir nun auch noch die Dialoge und Sprüche aus dem Film abziehen würden, was bleibt dann noch? Die Story ist so einfach gestrickt das sie auf eine halbe DIN-A 4 Seite passt und ganz ehrlich, jeder von Ihnen weiß dass ich damit Recht habe. Vielleicht werden Sie jetzt sagen, der Typ spinnt doch, aber leider muss ich Sie enttäuschen, da ich mit dieser Sichtweise auf den Film völlig richtig liege.
Was macht den einen Film aus, der 10 Punkte verdient hat? Er ist von Anfang bis zum Ende einfach genial, perfekt, überragend, er zieht den Zuschauer in seinen Bann und lässt ihn nicht mehr los. Keine einzige Szene des Films ist überflüssig, zulang gezogen oder ähnliches. Dies ist bei „From Dusk Till Dawn“ leider nicht der Fall. Da der Film komplett auf Fun getrimmt ist kommt den ganzen Film keine Spannung vor, selbst der Moment an dem Tarantino (Richard) stirbt ist trocken und emotionslos. Ich meine, dass ist man von Robert R. ja schon gewohnt, erinnern wir uns an „Desperado“ (9 Punkte) oder zu guter letzt auch an „Planet Terror“ (9 Punkte), es sind gute Filme, aber ohne viel Spannung und die Handlung ist einfach und simpel, warum also sollte man bei einem Film wie „From Dusk Till Dawn“, der von seiner Struktur haar genauso ist die 10 Punkte Wertung vergeben? Das der Film „From Dusk Till Dawn“ Kult ist kann man nicht bestreiten, doch das ist meiner Meinung nach „Desperado“ auch und der bekommt die 10 Punkte ja auch nicht.
Kommen wir abschließend zum Fazit des Films. Wie Sie in den letzten Zeilen vernehmen konnten bin ich dem Film „From Dusk Till Dawn“ nicht gerade abgeneigt. Ich wollte Ihnen klar machen, warum ich diesem Meisterwerk der Filmgeschichte, wie ihn sicher viele Menschen beschreiben würden, leider keine 10 Punkte sondern lediglich 9 Punkte geben konnte. Ich bleibe bei meiner Meinung das ein Film der die höchste Wertung bekommen soll mehr haben muss als ein „From Dusk Till Dawn“, der durchaus überzeugen kann wenn es um Spaß und Action, coole Sprüche und abgefahrene Dialoge geht, dem der i Punkt allerdings fehlt. Der i Punkt wäre eine noch bessere Story, mit etwas mehr Spannung und vielleicht noch einem Hauch Atmosphäre. Das alles zusammen hätte „From Dusk Till Dawn“ zu einem 10 Punkte Film gemacht. Die Schauspielerische Leistung ist im Großen und Ganzen doch relativ gut zu bewerten, mit ein oder zwei Ausnahmen. Auch die Musik im Film ist richtig gut gelungen und die Band Tito & Tarantula geben dem Film mit ihrem Sound die richtige Würze. Wenn man bedenkt das der Film nur circa 18 Millionen Dollar gekostet hat, was für Filme eigentlich nicht zu viel , aber auch nicht zu wenig ist, ist das Endergebnis schon gut gelungen. So ich glaube ich habe Ihnen nun gut verdeutlicht warum ich diesem Film nur 9 von 10 möglichen Punkten gegeben habe. Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit und die Geduld beim Lesen.
Persönliche Wertung des Films 9 von 10 Punkten.