Da humm...
Darum...geht es:
Herr Dr. Angelika (feine Gleichstellungsvergackeierung) Hasenbein lebt, am Vorabend des II. Weltkrieges, in einer Stadt namens Karlsloch. Er hat einen stets Ball spielenden Sohn namens Peterchen und einen Rezeptionsfachangestellten, der immer viel trinkt. Gezeigt werden die in dieser Stadt vor sich gehenden und durch Absurdität und Alberei verzerrten Alltagsgeschehnisse. Doch plötzlich bricht der Krieg ins Land, und alle Ärzte werden an die Front gerufen...
Da humm...
Darum...lässt sich der Film für gut halten:
– Er ist atmosphärisch gelungen. Die Desolatheit und Gräue der Vorkriegszeit werden gut und glaubhaft vermittelt. Man merkt, dass die Personen des Films am Ende von etwas Altem aber noch nicht auf der Schwelle zu etwas Neuem stehen, und dieses Gefühl verstärkt sich im Verlauf des Filmes.
– Die Späße Dr. Angelika Hasenbeins (man überhöre nicht, dass er im Film trotzdem nur mit Helge angesprochen wird) sind meist so beschaffen, dass man sie für lustig und nicht für platt – wie man das ja von modernen Komödianten, Verzeihung: „Comedians“, her gewohnt ist – ansehen kann.
Er handelt sich dabei auch endlich einmal wieder um Scherze, die oberhalb der Gürtellinie angesetzt sind, und das allein verleiht dem Ganzen schon ein gewisses Niveau.
– Man hört das Lied „Da humm“ und bekommt davon einen Ohrwurm.
– Man wundert sich, wie beweglich Helge Schneider ist.
– Gerade das Ende des Films hat eine gewisse sozialkritische Aussage, und er stimmt trotz aller Absurditäten und Albernheiten auch nachdenklich.
Darum...kann man den Film doof finden:
– Helges Humor ist sicher nicht jedermanns Sache, und hin und wieder kommen auch bei ihm Platitüden vor, die a) nicht sein müssen und b) nerven.
– Dem einen oder anderen könnte die sehr ausgeprägte Selbstinszenierung missfallen.
– Manchmal wirkt der Film etwas langgezogen.
– Man hört das Lied „Da humm“ und bekommt davon einen Ohrwurm.
Darum: sind wohl 7 Punkte angemessen.