Review

Gelegenheitsgucker

Another World ist eine dieser Endlossoaps, die seit den 60ern laufen und beinahe das neue Millenium geschafft hätten, wenn sie denn nicht 1999 nach knapp 9.000 Episoden recht unspektakulär abgesetzt worden wäre. Von der Art unterscheidet sie sich qualitativ kaum von den vergleichbaren Sendeplatzstreitigmachern wie As the World turns oder Days of our Lives, letztendlich weil alle die gleichen Themen beackern und sich bei der Menge an Folgen die Dramen sich rein mathematisch zwangsweise überschneiden müssen.
Alles spielt sich in der fiktiven Ortschaft Bay City ab, in der wir diversen Familien dabei zusehen dürfen, wie sie die übliche Klaviatur an Intrigen, Liebeleien und Konkurrenzkämpfen abspulen und natürlich wieder kreuz und quer untereinander Hochzeiten betreiben, was natürlich wieder neuen Stoff für Eifersüchteleien, Seitensprünge und Kampf um einen guten Platz in der Familienhirarchie nach sich zieht. Die übliche Palette an menschlichem Galama eben.
Zu Glanzzeiten lief die Serie sogar in 90 minütigen Episoden, was aber relativ schnell wieder eingestellt wurde, als einerseits die Quoten taumelten, andererseits wichtige Figuren zum Texas Spinoff abkommandiert wurden. Trotzdem sich Another World einiger Tabubrüche rühmen darf (es wurde sogar mal abgetrieben und das auch noch in den 60ern), ragt es nicht aus der Masse heraus auch wenn sich Stars wie Brad Pitt oder Morgan Freeman ihre ersten Sporen verdienen durften.
5/10

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