Der TV-Spielfilm "Ratten - Sie werden dich kriegen!" kam beim Publikum so gut an, dass die Nageviecher erneut ihr Unwesen treiben dürfen. Mir persönlich hat die Fortsetzung sogar noch besser gefallen, als Teil 1.
3 Jahre nach der Rattenplage in Frankfurt wollen Stuffz (Christian Kahrmann), Dabrock (Ralph Herforth) und Honsa (Miroslav Taborsky) die Hochzeit ihres Freundes Axel feiern. Doch mit der Feierlaune ist es schnell vorbei, denn Axels Assistentin wurde zerfleischt - von genmanipulierten Ratten! Erneut nehmen die Freunde den Kampf gegen die mörderischen Nager auf...
Spielte Ralph Herforth (Der Eisbär) im Original noch die Hauptrolle, so spielt er hier eine bessere Nebenrolle und muss ziemlich früh den Heldentod sterben. Christian Kahrmann (Das Wunder von Legende) hat mir am besten gefallen. Erneut spielt er den Waffen- & Militärfanatiker Stuffz, der jetzt sogar noch ein paar größere Kaliber im Gepäck hat. Normalerweise kommen solche Typen ja nur in Ami-Filmen vor, doch hier sorgt Kahrmann als deutscher Aushilfs-Rambo für Humor und Äktschen.
Die ganze Atmosphäre der Fortsetzung wirkt wesentlich düsterer und bedrohlicher als noch im ersten Teil. Wohlmöglich liegt das daran , dass der Handlungsort hier keine Großstadt wie Frankfurt mehr ist, sondern irgendein Kuhkaff in Westdeutschland. Zudem gibt es noch die einen oder anderen harten Szenen. Dazu gehört u.a. Herforths Todessturz, auch wenn sein Tod selber nicht zu sehen ist. Das mag daran liegen, dass sein Tod unerwartet kommt, da man nicht damit gerechnet hat, dass der Hauptdarsteller von Teil 1 stirbt. Das macht dann allerdings etwas mehr Platz für Kahrmanns Charakter.
Bei den Waffen begnügt man sich in Teil 2 nicht mehr mit Flammenwerfern und Pistolen, sondern man geht gleich mit M16 und Raketenwerfer ans Werk. Auch wenn diese Szenen dann ein wenig unrealistisch wirken, tragen sie doch viel zum Action-Potential bei, von der es hier nun mehr gibt als im Vorgänger. Sogar an eine Fickszene wurde gedacht... ja, wenn das mal nichts ist, liebe Kinder? Wenigstens hatte der Herforth noch seinen Spaß, bevor er den Löffel abgeben musste. Dann ist da noch die Idee mit den genmanipulierten Ratten. Die Idee an sich ist zwar nicht schlecht, aber im Endeffekt für den Film etwas unnötig. Die Ratten selber wurden größtenteils wieder einmal am Computer entwickelt, was man der einen oder anderen Szene dann auch ansieht.
Insgesamt finde ich, wie schon erwähnt, die Fortsetzung besser als das passable Original und würde mich auf einen eventuellen dritten Teil freuen...