5
Cameron gelang genau wie Dante (PIRANHA Teil 1) als Regisseur der große Durchbruch, sein Debütfilm leidet aber unter einer sehr schwachsinnigen Prämisse: Fliegende Piranhas, also nee. Wenn ein Sequel versucht, die Bedrohung aus dem Vorgänger um jeden Preis weiter auf die Spitze zu treiben, dann kann das in manchen Fällen eben auch lächerlich werden. Man merkt aber, dass Cameron sich bemüht hat, das Beste aus dem schauerlichen Drehbuch herauszuholen. So sind die flatternden Fische und die albernen Hotelgäste zwar der Stoff, aus dem der Trash ist, aber die gelungenen Unterwasseraufnahmen und die gar nicht so üblen Splatterszenen bei den vielen Beißattacken der Piranhas zeigen auch bereits, dass Cameron zu Größerem berufen ist. Immerhin lernte er bei dieser Produktion Lance Henriksen kennen, den er später in ALIENS in der Rolle des Bishop unsterblich werden ließ; Das ist doch schon was. 5 von 10.
7
Piranha 2 ist selbstverständlich kein Blockbuster aus Hollywood. Doch immerhin ein ganz nettes B-Movie, dass für durchaus kurzweilige Unterhaltung sorgt und mir auch besser als das Original gefallen hat. Zum einen geht die Handlung einfach flockiger und zum anderen sieht man 'ne ordentliche Menge Blut bzw. angefressene Kadaver. Ach ja, ein paar nackte Tatsachen gibt's auch noch. Wem dies noch nicht genug ist, schenkt dem stimmigen Score von Steve Powder wenigstens ein halbes Ohr. Also, alles nicht so bierernst nehem, sondern Cameron's Früh-Werk einfach mal eine Chance geben. Die deutsche DVD ziert ein ansehnliches Cover und ist ungekürzt - für Sammler bestimmt ein Deal wert. Fazit: 7/10
4
Ich kann es kaum glauben, dass dieses C-Filmchen von James Cameron himself stammt! Ich denke - gemessen an seinen heutigen Hollywoodstreifen - wird er dieses Machwerk eher vergessen wollen - zumindest der Zuschauer wird es. Wenn Cameron nicht hier die Regie geführt hätte, wäre er noch weniger mit Beachtung gesegnet worden, da bin ich mir sicher. Deshalb nur kurz: Schlechte Schauspieler bzw. solche, die es mal werden wollten, stolpern über dünne Handlungsstränge und hanebüchene Dialoge. Die Killerfische selbst sind noch das Netteste hier und man wünscht sich, dass sie noch ein paar mehr von diesen dämlichen Komparsen aufgeknabbert hätten. Nein wirklich, dieser Film ist nur dazu da, als Kuriosität eines später wirklich genialen Regisseurs erwähnt zu werden. Punkte 4 von 10