New York Taxi
oder
Wie presse ich 3 Zentner Fleisch in einen Rennboliden?
Belle, eben noch eine ambitionierte Fahrradkourierin und Rekordhalter der schnellsten Route durch New York bekommt nun endlich ihren Taxischein. Doch Belle wäre nicht Belle wenn sie ihre Kunden einfach nur von A nach B chauffieren würde. Nein, sie hat ihr Taxi aufgerüstet so das jedes Autoschrauberherz höher schlagen muss. Da wären, um nur Einiges zu nehnen, der ausfahrbare Front- und Heckspoiler, der zuschaltbare Turboboost und ein abnehmbares Sportlenkrad. So rast Belle einmal wieder durch den New Yorker Stadtverkehr als ihr der etwas tolpatschige Polizist Washburn seinen Dienstausweis vor die Nase hält um ein paar Bankverbrecher zu verfolgen. Doch dies wird auch für die rasante Belle zu einem Problem, zu schnell sind die Verbrecher unterwegs. Und Washburn ist nicht unbedingt ein Elitepolizist so das die Bankraüber entkommen können. Aber nicht nur die Schmach, besiegt worden zu sein, sondern auch der Verlust des Taxis und die Wut ihres Freundes über das verpasste Abendessen muss Belle nun verkraften. Doch nun begeben sich Belle und Washburn zusammen auf Verbrecherjagd und jedes Hindernis wird unter ihnen zusammenbrechen.
Wem die Geschichte schon bekannt vorkam, dem soll hier geholfen werden. „New York Taxi“ ist das amerikanische Remake des französischen Genreklassikers „Taxi“. Wie schon in zahlreichen anderen Fällen ist auch hier das Remake eine Katastrophe. Schlimm ist nur das Luc Besson („Das fünfte Element“), der bei der „Taxi“-Reihe Regie geführt hat, „New York Taxi“ produziert hat. Warum er sich darauf eingelassen hat, fragen sich alle Fans der "Taxi"-Reihe. Queen Latifah, sicherlich eine gute Musikerinen ist, nimmt niemand den schnellen Fahrradkourier ab, geschweige denn den versierten Technikfreak. Auch Jimmy Fallon alias Washburn kann dem französischen Originalcharakter das Waser nicht reichen. Zu plump wirken Zusammenhänge und Dialoge, die Charaktere machen eine Entwicklung durch die mehr als konstruiert ist und schlussendlich glaubt wohl niemand, dass man in New Yorks verstopfter Innenstadt wirklich 180 km/h (oder mp/h?) fahren kann. Während im Original alles seinen eigenen Charme besitzt und gefährliche Klischeespitzen mit Wortwitz umschifft werden, zieht sich „New York Taxi“ unheimlich in die Länge. Einzig und alleine das Model Giselle Bündchen wirkt überzeugend und schon jetzt kann man auf weitere Filme mit ihr gespannt sein. So weh wie die Erkenntnis auch tut, bei diesem Film ist der Gang in die Videothek, zum Orginal, lohnender.
(Nur 3 von 10 ignorierte Stoppschilder für den Amerikanischen Straßenkreuzer)