Action Gülle Veteran Sam Firstenberg („American Fighter“, „Cyborg Cop“ ) lieferte 1992 eine weitere Ninja Variation ab und schickte David Bradley als den „American Samurai“ ins Rennen.
Andrew Collins wurde früh zum Waisen und von da an vom Kampfsportmeister Tatsuya großgezogen und natürlich selbst zum Kampfsortexperten getrimmt. Nur der leibliche Sohn Kenjiro sieht dies nicht gern und entwickelt einen Hass auf Andrew. Als Andrew später das Familienschwert erbt, dreht Kenjiro völlig durch und verschreibt sich den Yakuza. Jahre später wird das Schwert gestohlen. Andrews Suche führt ihn in die Türkei, wo er sich schon bald in einem illegalen Turnier wieder findet, in welchem es um Leben und Tod geht. Sein schlimmster Gegner, Kenjiro.
Von der Handlung her bietet „American Samurai“ alles was das anspruchslose Kampffilmherz begehrt. Mit David Bradley und Mark Dacascos sind sogar zwei nicht unbekannte Gesichter mit an Bord. Leider merkt man dem Film aber sein mickriges Budget an, weshalb man sich nur in billigsten Studiokulissen wieder findet. Und selbst diese sehen alles andere als authentisch aus.
Schade eigentlich, denn ansonsten geht es in den Kämpfen recht gut zur Sache. Da gibt es ordentlich auf die Mütze und das ein oder andere Körperteil darf auch noch entfernt werden. Vom Härtegrad ist Firstenbergs Film im oberen Drittel anzusiedeln. Allerdings hätte es von den Kampfszenen her ruhig etwas mehr sein können, denn die dünne Handlung kann den Filmfreund nicht wirklich vom Wegschnarchen abhalten. Die geführten Recherchen sind ein Witz und die Romanze ist unnötig wie üblich in solchen Streifen.
Ansonsten kann der Gladiator-Arena Streifen vor allem Dank der vollen Klischeebedienung aber durchaus gefallen. Denn eines muss man sagen, es gibt deutlich schlechtere Streifen in diesem Genre.
Fazit: Nette Prügelorgie mit einigen herben Splattereffekten. Lediglich die extrem billige Ausstattung nagt erheblich am Filmvergnügen. Arena Metzelfans sollten aber unbedingt einen Blick riskieren.