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Nur ein Baby überlebt einen furchtbaren Flugzeugabsturz. Dieser wird dann von einem Samurai aufgezogen. Nach jahrelangem Training bekommt Andrew Collins das Familienschwert geschenkt, was dem eigentlichen Sohn Kenjiro, welcher inzwischen zum Yakuza übergetreten ist, überhaupt nicht passt. Deshalb lässt Kenjiro die gute Klinge stehlen, um damit bei illegalen Gladiatorkämpfen seine Gegner zu töten. Andrew reist aber nach, und landet am Ende selbst bei diesen Kämpfen, wo er am Ende auch gegen den verlorenen Sohn Kenjiro antreten muss. 

In den letzten Zügen der Cannon Filmschmiede entschloß man sich noch einmal die Brutalo Version von Kain und Abel oder Romulus und Remus in die Neuzeit zu transportieren. Echtsohn ist dabei mächtig sauer auf Adoptivsohn, weil Papa ihn lieber hat und das wertvolle Familienschwert in Drews Hände gelegt hat. Also gehts ab zur Yakuza, schnell eine tödliche Falle in der Türkei gelegt und der Rest besteht aus Gladiatorenkämpfen im Karnevalskostümen.
Das Script hat dabei bestimmt auf einer Postkarte Platz gehabt, aber Actionroutinier Sam Firstenberg weiß das mit anderen Schauwerten zu kompensieren. Nach der eher mauen ersten Hälfte gehts dann in der Todesarena aber mal richtig zur Sache. Mit Schwerten, Ketten und Zopfmessern geben sich die Kombatanten ordentlich saures und geben Anschauungsunterricht im amputieren aller möglicher Extremitäten. Spaßig auch die diversen Kostüme, da gibts den waschechten Wikinger, den Vorsitzenden des Conan Fanclubs oder diverse WuShu Varianten, so daß Langeweile keine Chance hat.
Etwas schade ist das der Faustkampf beinahe nicht vorkommt, wenn man schon Bradley und Dacascos im Cast hat. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Klingenwaffen aller Art. Die Kämpfe sehen gut aus und Blutsüchtige werden gut bedient. Die Darsteller sind da eher noch ausbaufähig. Bradley ist wie immer zwar ein guter Fighter, hat allerdings die Ausstrahlung eines alten Milchbrötchens. Dacascos darf wenigstens hier noch seine fiese Ader ausleben. Wirklich genervt hat dafür diese doofe Reportertussi, die aber wenigstens ordentlich aufs maul dafür bekommt, ansonsten ist die Rolle völlig überflüssig, ich vermute mal da mußte eine Frauenquote erfüllt werden.
Wo die Geschichte hingeht und wie sie ausgeht wird zwar jeder nach höchstens zwei Filmminuten en detail vorraussagen können, aber die rabiate Action entschädigt für vieles. Der Film braucht dabei etwas um ins rollen zu kommen, aber ab der Arena wird wohl jeder B-Movie Freund seinen Spaß haben. Empfehlenswert ist american Samurai allerdings am meisten in der uncut Version.
6/10

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