Review

Inhalt:
Ein paar Jugendliche wollen für ihre Schülerzeitung einen Bericht über einen seltenen Elfenbeinspecht schreiben. Auf ihrer Reise kommen sie zu einem leer stehenden Haus, wo sie von dessen Vergangenheit eingeholt werden. Zombies tauchen auf und verkleinern die Gruppe.


Kritik:
Als ich den Titel "Killing Birds" las, habe ich mich schon auf ein billiges Plagiat eines bekannten Hitchcockfilmes gefreut. Doch leider haben die killenden Vögel hier nur einen kurzen Auftritt ganz zu Beginn und ganz am Ende des Streifens.

Zu Beginn sehen wir die Schlüsselszene des Films, in der ein Mann vom Vietnamkrieg nach Hause kommt und seine Frau mit einem anderen Mann im Bett liegen sieht. Der Soldat findet das nicht gut und wendet seine erlernten Kriegsfähigkeiten prompt an dem Mann, seiner Frau und an den zufällig vorbeikommenden Personen an und lässt nur seinen Sohn, ein Baby, am Leben. Ein im Haus gehaltener (!) Adler zeigt dem Soldaten, was er davon hält und krallt ihm ein Auge aus.
Die Jahre ziehen ins Land und die Jungforscher kommen eben zu diesem Haus, was inzwischen leer steht und das Unheil (=die Story) nimmt seinen Lauf.
Fortan werden diese von Visionen geplagt und schließlich kreuzen die Zombies, deren Herkunft nie so ganz geklärt wird, auf und reißen einigen aus der Gruppe den Hals auf.
Natürlich befindet sich unter der Gruppe der Sohn des Soldaten (das Baby vom Anfang des Films) und auch der Einäugige kommt vorbei, um uns und den Überlebenden die Zusammenhänge zu erklären und heldenhaft für sie in den Tod zu gehen, wobei trotzdem noch einige Fragen offen bleiben.

Die Story wird von den Darstellern schwach in Szene gesetzt und mir viel es schwer vor allem die Männlein zu unterscheiden, da sie sich doch sehr ähnlich sehen und eigentlich keine Charakterisierung erhalten haben. Obwohl doch, der eine kennt sich mit Computern aus!
Der Darsteller des einäugigen Soldaten kann trotz seiner albernen Maskerade schauspielerisch glänzen, aber unter den Blinden ist der Einäugige ja bekanntlich König.

Hinzu kommt die grottige Synchronisation, wobei sogar der Sprecher der Big Brother V Staffel eine Rolle bekommen hat und trauriger Weise noch der beste Synchronisator ist!
Alternativ kann man sich (zumindest auf der DVD von X-Rated) noch eine bessere Synchronfassung ansehen bzw. anhören, nämlich die italienische Tv-Version, nur sind in dieser die blutigen Effekte nicht enthalten.

Da wir schon mal dabei sind: Die Effekte hauen auch nicht viel raus, da diese sich hauptsächlich auf mäßige Kehlenschnitte, wobei das Blut schon während des Schnittes gerinnt (!), und Halsaufreißereien beschränken. Blutiges Highlight ist zweifelsohne die Szene, in der ein Dümmling (ich glaube, es ist der Computerexperte) mit seiner Halskette in einen Generator gerät, die Kette sich langsam in seinen Hals schneidet ("Profondo Rosso" lässt schön grüßen) und er beim Befreiungsversuch mit seinen Fingerchen an ein Zahnrad gerät und zukünftig keine Ringe mehr tragen kann.

Vielleicht wäre ich bei einem anderen Titel, wie z.B. "Nerving Zombies" oder "Hanebüchening Story" mit niedrigeren Erwartungen an den Film gegangen. So kann ich nur sagen: Joe d'Amato: tu peunts.

2 von 10 Punkten

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