Review

Amerika, Kalifornien, Los Angeles:

Jacques Montaine (Oliver Gruner (Savage (1996), Savate (1995))), frisch aus Frankreich eingetroffen, soll als Kickboxchampion die amerikanische Olympiamannschaft trainieren, will aber auch an der örtlichen Universität das Fach Maschinenbau studieren.

Die Suche nach einer Unterkunft gestaltet sich zunächst schwierig aber nach einigem Suchen gelingt es Jaqcues im Haus von Maria (Theresa Saldana (Der Liquidator (1984))) eine Wohnung zu erhalten.

Dummerweise liegt Marias Haus in einer der mehr unsichereren Gegenden von L. A. und Angel Diaz (Tony Valentino (Ghetto Blaster (1989))), Anführer der örtlichen Gang, will unbedingt das Marias Sohn Martin (Frank Aragon) seinem Trupp professsioneller Schläger beitritt.

Darauf hat Martin aber nicht wirklich Lust fiel sein Vater der Gangkriminalität vor einigen Jahren zum Opfer weswegen Angel und seine Leute Martin, seine Großmutter und Maria regelmäßig terrorisieren.

Jacques gerät schon bald mit einigen der Gangmitglieder aneinander, da er als Mitbewohner quasi auch zur Zielscheibe geworden ist.

Bei einem Angriff von Angels Gang auf das Haus erleidet Martins Großmutter (Lupe Amador) einen Herzanfall und stirbt.

Jacques bringt Martin erstmal bei seinem alten Freund Henry (Peter Kwong (Auf der Suche nach dem goldenen Kind)), der ein örtliches Kampfsportstudio betreibt, unter und beginnt den Kampf gegen Angel und seine Schläger aufzunehmen... .


Meinung:

Fans von gut inszenierten Kampfsportfilmen machen bei Angel Town nichts verkehrt.

Natürlich bietet der Film von der Handlung her nicht neues schafft es aber die Geschichte ohne Durchhänger and den Zuschauer zu bringen.

In Bezug auf die Charaktere ist auch nicht viel auszusetzen:

Gruners Charakter Jacques hat als Kind und Jugendlicher selbst Gangkriminalität erlebt bzw. sich einige Zeit in zwielichtiger Gesellschaft aufgehalten weswegen er genau weiß wie man mit dieser Klientel verfahren muss.

Ein Love Interest für den Hauptcharakter gibt es nicht wirklich (sieht man von Jacques Geliebter in Paris ab). Eine Andeutung in Richtung Romantik gibt es in Form von Jacques Mitstudentin Sara Reichert (Robin Ann Harlan).

Weiterhin überzeugt Mike Moroff (Return of the Living Dead 3, Die Abenteuer des jungen Indiana Jones (als Pancho Villa)) als im Rollstuhl sitzender Kriegsveteran Frank, Nachbar Marias, Freund von Martins Vater und Besitzer eines beeindruckenden Schießprügels (der im Finale zum Einsatz kommt).

In vielen Filmen werden die Antagonisten ja meistens als zunächst augenscheinlich unüberwindbare Hindernisse dargestellt die der Held unter großer Anstrengung besiegen muss.

Nicht so in Angel Town:

Angel ist zwar Anführer einer Gang aber im Grunde nichts weiter als ein weiteres soziopathisches, gewaltätiges Großmaul das sich nur mit seiner Waffe und seinen willigen Schlägern stark fühlt und von denen man regelmäßig in der Zeitung liest.

Zu Angels Natur passt es dann auch das ihn ein Mitglied des organisierten Verbrechens, Mr. Park (Bruce Locke (RoboCop 3)), in einer Szene als Schutzgelderpresser beschreibt der nichts ohne seine Knarre ist.

Ein ganz großes Plus von Angel Town ist das gleichnamige Titellied von den Hot Heads bei dem richtig schöne Nostalgiegefühle für die 80-er / 90-er geweckt werden.

Die deutsche DVD von Cine Club hat als Extras u. a. weitere Trailer und ein ca. 13 minütiges Interview mit Gruner.


Fazit:

Angel Town ist kein schlechter Film.

Kein Klassiker aber ein gut inszeniertes B-Movie das man sich guten Gewissens anschauen kann.


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