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„Der Komet“ ist nicht nur ein absolut hanebüchenes Trash-Spektakel, sondern auch der vielleicht schlechteste Film aller Zeiten.
Regina (Catherine Mary Stewart) und Samantha Belmont (Zoe Kelli Simon) sind zwei Schwestern, die neben dem Hass auf ihre Stiefmutter Doris vor allem die Vorliebe für hässliche 80er Jahre Kleidung und die grausamsten Haarverbrechen dieser Episode teilen. Genau in der Nacht, als ein Komet an der Erde vorbeizieht, streiten sich beide mit Doris und verbringen die Nacht woanders – beide in Räumen mit Stahlwänden. Auf dieses Detail wird sehr plump hingewiesen, so dass es auch der Zuschauer merkt, der angesichts der grauenhaften Dialoge und der obermiesen Inszenierung sich schon die Haare rauft.
Glück für die beiden, denn fast alle anderen, die der Kometenstrahlung ausgesetzt waren, haben sich in kleine Häufchen Calcium verwandelt. Aus einem kleinen Teil haben sich auch Zombies entwickelt, von denen einer Reginas Freund verhackstückt, als dieser den Stahlraum verlässt. Regina kann ihm knapp entkommen. Der Zombienagriff hätte zwar etwas von einem gewissen Trash-Charme, aber es wird einer von zweien in den Film bleiben, dabei hätte man aus diesem Ansatz mehr machen können.

Regina holt Samantha ab, die erst gar nicht kapiert, was los ist und erst mit der Nase auf die Tatsache gestoßen werden muss, dass sie wohl allein auf der Welt sind. Sie fahren zum örtlichen Radiosender, wo sie aber nur den Trucker Hector Gomez (Robert Beltran) vorfinden. Gemeinsam überlegen sie, was zu tun ist...
Erwartet man bei dem Lesen des Inhaltsangabe auf dem Videocover einen rasanten Zombiefilm, so wird man schnell ernüchtert. Neben dem ersten Angriff taucht nur noch ein Zombiebalg auf, den Rest des Films passiert kaum etwas. Am Ende versucht man sich an einer hanebüchenen Story um eine Untergrundsekte und eine von dem Kometen ausgelöste Seuche, die aber nur dazu da ist, um das null an Handlung dann in den letzten paar Minuten zu einem Abschluss zu bringen.
Das Drehbuch gehört zu dem miesesten, was wohl je ein Schreiberling verbrochen hat: Logikfehler bis die Schwarte kracht (die Überlebenden waren wegen Stahl vor dem Kometen gefeit, sollen aber Antikörper gegen die Seuche entwickelt habe usw.), die Dialoge sind so platt und hohl, dass die BILD-Zeitung daneben intellektuell aussieht. Vieles wird gar nicht erklärt (wo haben die Mädels die Uzis her?), Spannung kommt nie auf. Auch die menschenleere Stadt (immerhin fast 20 Jahre vor „28 Days later“) könnte imposant sein, aber aus den Aufnahmen der verlassenen Straßen wird nichts gemacht.

Auch an Action kann der Film kaum etwas bieten: Ein bis zwei kleinere Schießereien, die absolut mies gemacht sind (Schuhe werfen als Waffe im Kampf gegen bewaffnete Radaubrüder) und teilweise jeden Grundes entbehren (warum wollen die Beknackten im Kaufhaus die beiden ermorden?). Die Zombiemasken sind Trash pur und es gibt nur zwei Zombies im ganzen Film, wenn man zwei oder drei Befallenen im Anfangsstadium gegen Ende absieht. Die sonstigen Effekte sind so schlecht, dass es wehtut (der Himmel hängt ständig voller Farbfilter usw.) und die grelle 80er Jahre Aufmachung reizt zum Erbrechen.
Die Schauspieler sind allesamt unbekannt und alle schlecht – nein, ehrlich gesagt sind sie absolut scheiße. Die beiden Hauptdarstellerinnen sind nervig ohne Ende und würden wie die restlichen Akteure selbst beim Laientheater rausfliegen.

Man kann die unzähligen Negativkritikpunkte nicht zusammenfassen: Der vielleicht schlechteste Film aller Zeiten.

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