Al Adamsons Film ist ein wahrhaft kurioses Zusammentreffen zwischen Frankenstein und Dracula und in jedlicher Hinsicht durch und durch schlecht. Und zwar ist er so schlecht, dass er schon wieder gut ist, wenn ich diese Floskel mal verwenden darf.
Fangen wir mit der Story an, die an Abstrusität kaum zu überbieten ist. Der letzte Nachkomme der Frankensteins lässt mit Hilfe seines minderbemittelten Handlangers junge Frauen köpfen, damit deren Blut durch den erfahrenen Schock eine Wandlung macht und nach Wiederbelebung für ein Serum verwendet werden soll, dass den im Rollstuhl sitzenden Professor wieder gehend, seinen Diener wieder gesund und sowieso seine Weltherrschaft herbeiführen soll. Dracula will aus dem erzeugten Blut ebenfalls Kapital schlagen, geht mit Frankenstein einen Pakt ein und liefert das von ihm gefundene Frankensteinmonster ab, welches sie wiederbeleben, damit sich der Forscher mit diesem an seinen früheren Peinigern rächen kann. Na? Schon verwirrt genug? Denn das ist noch nicht alles. Zudem gibt es noch eine junge Frau, die auf der Suche nach ihrer verschollenen Schwester auf das Raritätenkabinett stößt, das eine Geisterbahn darstellt, in der Frankenstein die Menschen erschreckt. Zusammen mit einem Oberhippie, den sie nach einem durch Hallodris in einer Bar verursachten Trip kennen und lieben lernt, fühlt sie dem Rollifahrer auf den Zahn und es kommt zum großen Showdown.
Was die Drehbuchautoren hier geritten hat, ist mir ein Rätsel (obwohl, Drogen haben dabei sicher eine Rolle gespielt). Das Ganze ist so abgefahren, dass sich verdutzter Unglauben und Lachattacken beim Zuschauer einstellen.
Wen die Handlung von der Schlechtigkeit des Films noch nicht überzeugt hat, dem dürften die grottigen Dialoge den letzten Beweis liefern. Uneingeschränkter Höhepunkt (bzw. Tiefpunkt) sind hierbei meiner Meinung nach die wahnwitzigen Monologe des Doktor Frankenstein, der einen unnachvollziehbaren Unsinn verzapft, der sich gewaschen hat. Verdammt unterhaltsam das.
Handlung und Dialoge lenken dann von den schwachen Darstellerleistungen ab, wobei besonders witzig wieder der Frankensteinschauspieler anzusehen ist, der mit seinem Bärtchen und seiner Brille dumm aus der Wäsche und bei seinen Monologen wild durch die Gegend guckt.
Und um den Sack zuzumachen: Ja, auch die Effekte sind schlecht. So gibt es schwach zusammengeschnittene Morde, bei denen zum Beispiel erst das potentielle Opfer, dann ein Axtschwung und danach die vollendete Tat in Form eines aben (Gummi-)Kopfes gezeigt wird. Die Tat an sich bleibt ungezeigt. Herrlich sind dann solche Unsinnigkeiten, wie der Sturz eines Zwerges durch eine Falltür, der mit dem Kopf in eine zufällig mit der scharfen Seite nach oben liegende Axt fällt, der sehr unwahrscheinliche Fall es Protagonisten auf eine Guillotine oder einfach billigst in Szene gesetzte Dinge wie das Rausreißen von Gliedmaßen und nem Kopf oder der Blitzstrahlen erzeugende Ring Draculas.
Insgesamt ist "Draculas Bluthochzeit mit Frankenstein" inhaltlich hanebüchen und miserabel umgesetzt und dadurch ein wahres Freudenfest für den trashliebenden Fan.