"Fünf blinde Gangster, die vom Leben nichts mehr zu erwarten haben, überfallen eine Bank in Manila und rauben 15 Millionen Dollar. Männer, die sich nur durch Brutalität und Gewissenlosigkeit auszeichnen, denen ein Menschenleben nichts bedeutet. Sie schlagen rücksichtslos zu und töten alles, was sich bewegt, dessen Geräusch sie nicht kennen. Der Raub gelingt zwar, die Gangster verlieren aber ihr Leben auf bestialische Weise." (Covertext: Contrast/ITT)
In Anlehnung an den letzten Satz dieser Inhaltszusammenfassung könnte man sagen: Der Film ist zwar gelungen, aber der Zuschauer bleibt entnervt und gelangweilt auf der Strecke! Hier wurde eine absurde, um nicht zu sagen blöde Idee auf Zelluloid gebannt, ohne dabei auch nur den geringsten Unterhaltungswert zu entwickeln. Ausführlich und in epischer Breite wird die Planung des Überfalls und das Training der blinden Gangster dargestellt, doch es ist einfach nur ermüdend, ihnen dabei zuzusehen, wie sie, zumeist völlig hilflos und tölpelhaft, durch die Szenen taumeln. Dieses ganze Herumgestolper der Protagonisten ist nicht im mindesten amüsant. Allein die deutschen Dialoge sorgen hin und wieder für unfreiwillige Komik, wenn zum Beispiel festgestellt wird: "Das Projekt bezieht sich auf den gesamten südostasischen (sic) Raum!" oder wenn es heißt: "Denken sie, dass sie die Männer identifizieren können?" - "Nein, ich glaube, es waren Fremde."
Zu Beginn des Films wird in Rückblenden gezeigt wie einige der Protagonisten ihr Augenlicht verloren haben. So werden dem einen die Augen von einem Gangster mit den Fingern ausgestochen (unblutig) und Leo Fong bekommt eine Ladung Säure ins Gesicht.
Obwohl das Videocover (Contrast/ITT) suggeriert, dass Fred Williamson als "Jesse Crowder" die Hauptrolle in dem Film spielt, taucht er nur ganz kurz vor Schluss für ein paar Minuten auf und kann den Film auch nicht mehr retten. Martial-Arts-Specialist Leo Fong, der nebenbei noch am Drehbuch mitgeschrieben hat, kann hier ebenfalls keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, und die restlichen Akteure, zumeist philippinische Kleindarsteller, bleiben sowieso völlig farblos.
Angeblich wurde der Film "on locations" u.a. in L.A., Long Beach, Tokyo und Hong Kong gedreht, doch dieses Werben mit Internationalität a lá James Bond erweist sich schnell als billige Masche, denn bei den meisten Sequenzen die außerhalb der Philippinen angesiedelt sind, handelt es sich um Archivmaterial, welches mehr oder weniger geschickt in den Film eingefügt wurde. Allein einige Szenen am Schluss mit Fred Williamson wurden tatsächlich in Los Angeles gedreht. Eine kurze Sequenz des Films spielt auf irgendeiner abgelegenen Farm, aber ein Schriftzug informiert uns darüber, dass wir uns in "Mexico City" befinden! BLIND RAGE ist völlige Zeitverschwendung!
FIVE BLIND MASTER KILLERS PULL OFF THE MOST UNBELIEVABLE HEIST OF ALL TIME...
FÜNF KILLER SCHLAGEN BLINDLINGS ZU! (Video)
HARTE ACTION, EINE STARKE STORY UND JEDE MINUTE SPANNUNG UND NERVENKITZEL. (Video)