Nanu? Traute der deutsche Verleih der Exploitation-Darstellerin Annie Belle ("Die Schlitzer", "Absurd", "Lips of Blood") etwa genug Zugkraft zu, um ihr einen eigenen Filmtitel zu widmen? Eine zweite Laura Gemser war sie ja nie so richtig und 1976 stand Frau Belle zudem noch am Anfang ihrer Karriere...
Die wird als besonders aufregend präsentiert, in dem die besagte Aktrice von den Alpen nach Hong-Kong reist, um dort allerhand amouröse Abenteuer zu erleben. 17 Jahre ist sie im Film erst, ihre blöde Stoffpuppe hat sie mehrfach mit dabei...
Damals lebt man noch weiträumig in der Einbildung, einpaar exotische Schauplätze und der berühmt-berüchtigte Blick unter den Rock würden schon ausreichen, um einen guten Erotikfilm abzuliefern. Teure Hotels und Swimming Pools sollten wohl einen zusätzlichen Anstrich von Luxus beimengen, doch leider ging die Rechnung mal wieder nicht auf.
Auch diesem Film fehlt der rote Faden und ein Konzept. Durch ausgedehnte wie uninteressante Szenen sollte allerhand "Tiefgang" und "Drama" hinzugefügt werden, wovon man aber bei all dem seichten Geplänkel überhaupt nichts merkt. Viel eher ist die nächste Erotik-Schlaftablette entstanden, die man als "verschollene Perle" abhaken kann, weil sie außer Langeweile nichts zu bieten hat.
Ob Annie Belle wirklich das Charisma besaß, um einen Film im Alleingang zu tragen, darf getrost angezweifelt werden. Immerhin wurde sie mit Schauspielkollegen Al Cliver ein Pärchen - wenigstens zwei, die von dieser Produktion was hatten. Dass es bei alle dem auch noch einpaar Sexszenen gab, übersieht man gerne. Konsumiert wurde die 81-minütige Fassung bei einer Gesamtlänge von 86 Minuten.
3 von 10 Punkten.