Review

Ein illegales Autorennen quer durch die USA von Connecticut bis nach Kalifornien. Eigentlich sollte es dieses Jahr nicht schon wieder stattfinden. Weil Scheich Falafel es beim letzten Mal aber vergeigt hat, setzt sein Vater kurzerhand ein neues Rennen aus. Dem Gewinner winkt eine Million Dollar Preisgeld. Logisch, dass diese exorbitant hohe Prämie jede Menge zwielichtige Gestalten anlockt.

Cannonball ist ein schönes Beispiel für die Frage: ich habe einen veritablen Kassenerfolg gelandet, wie hole ich daraus noch einen Extradollar mehr? Antwort wie immer: Fortsetzung drehen, die Story minimal variieren und alles noch ein bißchen größer, lauter und schneller laufen lassen. Hal Needham gelang es einen Großteil der Darsteller aus dem Vorgänger erneut zu verpflichten und schon gehen sie wieder los, die 5000 Meilen quer durch die USA.
Diesmal fühlt sich der Scheich in seiner Familienehre gepackt und beschließt, das sein Sohn die Schmach aus dem Vorgänger begleichen soll. Dummerweise lockt das auch ein paar Pleite-Mafiosi an, die den Junior kidnappen wollen, zwecks Lösegeld natürlich. Das nur eine rudimentere Wiedergabe der Story, die eh keine Sau interessiert. Ziel sollte es wohl sein den Haufen Promis bei Laune zu halten und jeden ein wenig overacten zu lassen. Die Cops stellen mal wieder die Trottelabteilung und logischerweise gibts bei den zahlreichen Autostunts ordentlich Blechschäden, alles wie gewohnt.
Leider dauert es auch sehr lange bei der Masse der Gaststars bis diese vorgestellt werden und der Zuschauer nun endlich zum Rennen kommt. Dieses ist sogar offiziell, nur erwischen lassen darf sich keiner, ansonsten darf jeder machen was er/sie will. Hier tritt doch zu Beginn etwas Leerlauf auf. Auch die deutsche Spaßsynchro hat über die Jahre, wie der ganze Film, deutlich gelitten. Manche der Gags wirken aktuell eher peinlich, andere wiederum funktionieren dafür immer noch prima. Wer mit den 80er Sprücheklopfereien allerdings noch nie etwas anfangen konnte, bleibt hier lieber komplett fern.
Bleibt eine insgesamt durchschnittliche Komödie. Nett der Gastauftritt von Jackie und dem Beißer Richard Kiel als Pilot, auch der Orang Utan mit dem Effenberg-Gruß war ok, aber im Gegenzug auch wieder vieles altbacken. Letzten Endes muß jeder selbst entscheiden, ob man mit dem Humor zurecht kommt.
5/10

Details
Ähnliche Filme