Dies ist das erste Mal, dass ich einen Teil der " Best of the Best Reihe " sehe und sofort die Behauptung aufstellen kann, dass man sich hier im besten B-Bereich bewegt. Auch will ich mir jetzt die anderen beiden Teile unbedingt ansehen. Regisseur Robert Radler ( Anerican Karate Tiger, TNT ) hat uns ja schon einigen Mist verzapft, doch hier funktioniert es einwandfrei. Bei Kampfexperte Phillip Rhee kann ich es nicht ganz verstehen, dass er bis jetzt so wenig Actionfilme gedreht hat, der Mann hat´s drauf. Leider unterlag der zweite Teil mal wieder den deutschen Schnittauflagen und wurde gründlich verstümmelt, so dass man mal wieder zu einer ausländischen DVD greifen muss um die Fights richtig zu genießen.
Story:
Die drei Kumpels Alex Grady ( Eric Roberts ), Tommy Lee ( Phillip Rhee ) und Travis Brickly ( Chris Penn ) führen ein ruhiges Leben, bis Travis von dem unbesiegbaren Kämpfer Brakus ( Ralph Moeller ) getötet wird. Alex Sohn hat das Ganze mit angesehen und steht nun auf der Abschussliste von Brakus Organisation. Also fliehen die Drei aufs Land zu Tommy´s Mutter und trainieren mit James ( Sonny Landham ) um Brakus im Ring Paroli bieten zu können. Doch sie werden bald von ihren Verfolgern gefunden und es kommt zum Kampf auf Leben und Tod im Kolosseum.
Wie es in solchen Kampfsportfilmen üblich ist, verläuft die Story ganz nach Schema F. Es gibt eine kriminelle Nebenhandlung, man muss erst trainieren um dem Endgegner die Fresse einschlagen zu können und es ist mal wieder ein Kind dabei, um den Hauptfiguren mehr Menschlichkeit zu verleihen. Neue Ideen, Wendungen sollte man außer Acht lassen, obwohl sich die Spannung auf passablem Niveau halten kann. Die nette Kampfkulissen sind gegeben mit dem Kolosseum, oder auch auf dem verlassenen Lande. Der Score ist etwas eintönig, bietet nicht sonderlich viel Abwechslung, klingt aber fantastisch.
Stärke des Films sind die grandiosen Fights, welche von Phillip Rhee, seinem Bruder und Ralph Moeller selbst choreographiert wurden und das ziemlich hart, zumindest in der ungekürzten Fassung. Spektakuläre Moves, tolle Martial Arts Einlagen und knallharte Combos bekommt der Zuschauer zu sehen. Vor allem Rhee darf kräftig austeilen, während sich Roberts eher der Old School Variante bedient, da er in Wirklichkeit auch keinerlei Martial Arts Kenntnisse besitzt. Die harten Fights sind zahlreich vertreten, daneben exisitert noch ein kleiner, aber derber Shootout. Vor allem im Finale geht es nochmal richtig rund. Dank Radlers straighter Inszenierung kommt der Film recht rasant daher und lässt die üblichen Längen, welche gerne in solchen Filmen auftreten, komplett vermissen.
Phillip Rhee ist eine Klasse für sich und zeigt uns eindrucksvoll was er alles drauf hat, als Schauspieler kann man ihn auch lassen. Eric Roberts macht auch eine gute Figur und darf auch mächtig Kloppe verteilen, nur die kitschigen Szenen mit seinem Sohn wirken manchmal etwas aufgesetzt. Ralph Moeller macht Arnie mit seinem schlechten Englisch hier alle Ehre und B-Fiesling Partick Kirkpatrick ist in seinem Element.
Fazit:
Harter Kampfsportfilm, welche leider ganz nach Schema F verläuft, das aber immerhin spannend und rasant. Die Fights sind spitzenmäßig choreographiert, brutal und zahlreich vorhanden. Die Darsteller füllen ihre Parts gut aus.
Einer der besten Kampfsportfilme im B-Bereich.