"In schonungslosen Bildern und mit beängstigender Intensität inszenierte Alexander Finbow mit seinem brutalen Thriller einen Adrenalin-Schocker in bester Pulp-Fiction-Tradition. Die kompromisslos hart umgesetzte, bluttreifende Story besticht durch eine Reihe hochkarätiger Newcomer. Absolut kultverdächtig und definitiv nichts für schwache Nerven." - So die freudeversprechende Kurzkritik auf der Rückseite der DVD. Ein paar Stunden später kam bei mir die herbe Enttäuschung. Erstens hat der Autor dieser Kritik wahrscheinlich Pulp Fiction nie gesehen, denn diese beiden Filme zu vergleichen ist schon fast eine Beleidigung für Quentin Tarantino. Zweitens habe ich keinen einzigen hochkarätigen Darsteller gefunden und drittens, und das wiegt am schwersten: ich habe jene "beängstigende Intensität" und die "kompromisslos hart umgesetzte Story" vermisst. Dieser Film macht sich meiner bescheidenen Meinung nach selbst kaputt. Es fängt ja richtig lustig an, sieht die ersten Minuten nach nem richtig schönen Actionstreifen aus, aber dann die Katastrophe: Man hat wohl versucht ein bisschen Humor hineinzuwürzen, und dabei die ganze Suppe versalzen. Schon bei dem Überfall aufs Polizeirevier, aber allerspätestens als Christian die "Profikiller" um Gerold auf die Zeugin ansetzt wird einem klar, dass dieser Film sein Geld nicht wert ist. Ich finde, "Blutiges Spiel" (allein schon der Titel treibt mir Tränen in die Augen, da ich immer an meine 25 € denken muss) hat nichts, keine Story, keine wirkliche Action, keinen Witz, er ist einfach nur ein total ärmlicher Klamauk mit ein bisschen Blut (es ist wirklich nicht viel). Nicht mal die bösen Buben kommen als solche herüber, die Darsteller und vor allem die Dialoge sind einfach nur lächerlich. Mein Fazit: einstampfen.
Anscheinend hat auch eine bekannte Multimedia-Kette erkannt dass die Indizierung dieses Films einfach nur Blödsinn ist, denn ich hab ihn mir einfach aus dem DVD-Regal genommen, da stand er ganz vorne zwischen "Arielle aus dem Wunderland" und "Meine Braut, ihr Vater und ich".