Filme über geistig- und körperlich behinderte Menschen sind meist ein Garant für gutes und erfolgreiches Kino. Man denke als Beispiel nur an "Rain Men" mit einem grandiosen Dustin Hoffman!
In "Simon Birch" geht es nun um einen kleinwüchsigen Jungen. Und es klappt. Der Film ist einfach großartig, auch wenn er leider deftig gefloppt ist!
"Über Gürteltiere, Simon und mich (AT)" erzählt die Geschichte vom kleinwüchsigen, tiefgläubigen Simon Birch, der einmal großes Leisten wird und seiner Freundschaft zu seinem besten Kumpel Joe, der sich ebenfalls als Außenseiter fühlt. Wie zwei ganz normale Jungs durchleben sie Pubertät, machen sich Gedanken über Sex und was wird, wenn sie einmal erwachsen sind. Dabei gibt es einige Schicksalsschäge zu verkraften und einige unerwartete Überaschungen für die Beiden.
Regisseur Mark Steven Johnson erzählt diese Geschichte dabei mit viel Gefühl, Herzenswärme, Witz und größtenteils nah an der Realität. Dabei wird er aber nie Kitschig oder verhakt sich in Gefühlsdusselei! Zwar drückt das Ganze immer wieder mal heftig auf die Tränendrüse, doch was ist so schlimm daran, wenn man auch mal bei einem Filmen heulen kann.
Großartig sind auch alle Darsteller des Films. Ian Michael Smith spielt die Rolle des Simon Birch mit Bravour. Das sein eigenes Leben dabei nicht viel anders sein dürfte, als bei Simon, macht ihn nur noch glaubwürdiger in seiner Rolle!
Joseph Mazzello spielt die Rolle von Joe dabei mindestens genauso gut, wie seine großen Kollegen Oliver Platt und Ashley Judd! Und Jim Carrey kann in seiner Mini-Rolle und als Erzähler ebenfalls gut gefallen.
Fazit: Großartiges, realistisches, teils witziges und vor allem toll gespieltes Ausenseiter-Drama, dass vor allem durch seine Darsteller so gut geworden ist. Ohne Kitsch inszeniert, dürfte der Film eigentlich jedem, der das Herz am rechten Fleck hat und mit guten, realen Geschichten was anfangen kann, gefallen!
Wertung: 9/10