Review

Schatten der Vergangenheit 


„Madhouse“ aka „There Was a Little Girl“ ist ein bizarrer Gruselgeheimtipp, der sich köstlich dabei amüsiert uns zu verstören und Angst zu machen... Erzählt wird von der schönen Julia, die ihre seit der Kindheit entstellte Zwillingsschwester kurz vor ihrem Geburtstag seit langer Zeit mal wieder im Krankenhaus besucht, sich dort mit ihr verkracht und deren Umfeld schon bald von mysteriösen Mordfällen dezimiert wird...

Was für ein böser, tiefschwarzer Slasher, der auf mehreren Ebenen funktioniert und bleibenden Eindruck hinterlässt. Ein wahrhaft brutaler Hund (dabei sind Rottweiler meist von Natur aus so unfassbar sanfte Geschöpfe!), ein famoses Killerduo mit richtig viel Spaß an der Rache und dem Leiden der Anderen, einem ins Ohr tröpfelnden Score von Riz Ortolani. „Madhouse“ hat Atmosphäre, „Madhouse“ hat einen psychologisch sehr reizvollen und verunsichernden Unterbau, „Madhouse“ hat genug Gore und Gekröse. Da wird fast jeder ausreichend bedient! Die finale Bday-Überraschung ist an Morbidität kaum zu überbieten, die Gesichter wirken alle sehr frisch und eher unbekannt, das Label „Video Nasty“ steht ihm kaum, dafür hat er zu viel Stil und Geduld. Diese „Tale of Two Sisters“ gefällt mir ausgesprochen gut. Selbst wenn die wenigsten Muster ganz neu erscheinen, nicht jedes Make Up in feinstem HD ganz echt aussieht und sich zwischendurch noch ein paar Längen einschleichen. Insgesamt ist „Madhouse“ erstaunlich gut in Schuss. 

Fazit: eine famose und jede Wiederentdeckung werte Mixtur aus Slasher, Psychoterror und Giallo, aus „Omen“, „Happy Birthday To Me“ und „Sisters“. Ein knochentrockenes Kleinod, ein fieser Verunsicherer, ein brutaler Bodyslam. „Madhouse“ macht mächtig Muffensausen. 

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