Review

Wow, endlich hatte ich die Chance "In the name of Gore" sehen zu dürfen. Und wie erwartet, bin ich zutiefst begeistert!

Trotz des mit Sicherheit 6-stelligen Budgets dass den Niederbayern zur Verfügung stand, hat man es geschafft, dem Film immer noch den sympathischen Touch des Underground-Movies zu verleihen: Keine übermäßig bekannten Schauspieler, keine zu guten Splatter und Computereffekte, die dem ganzen nur den bitteren Beigeschmack eines herzlos produzierten Hollywood-Schinkens verleihen. Sattdessen Schauspieler, die sich ihre Rolle bis in die Haarspitzen einverleibt haben und mit Seele und großem Talent zu spielen wissen. Somit muss sich "In the name of Gore" nicht hinter anderen Low-Budget Meisterwerken wie "Papa´s 50. Geburtstag", "Die Hochzeit meiner Tante" oder "Urlaub auf Rügen" verstecken.

Und auch wir Gore-hounds kommen bei diesem grandiosen Stück Filmgeschichte nicht zu kurz. Eine schön gemachte und blutige Metzelszene folgt der nächsten - sozusagen Splatter im Minutentakt.

Und nicht nur das, auch die Libido wird angeregt. Man darf die wohl gefühlvollste und erotischste Vergewaltigungsszene der Filmgeschichte verfolgen. Trotz des bitteren Hintergrunds; wer bei dieser Frau, ihrem wohlgeformten Körper und ihrem lustvollen Bewegungen nicht erregt reagiert muss entweder den Sinn für formvollendete Erotik verloren haben oder schwul sein (doch selbst denen wird es schwer fallen sich dem Reiz dieser "femme fatale" zu entziehen). Auf jeden Fall, eine der wenigen "Bett"szenen (spielt eigentlich im Wald) bei der ich es beführworte, dass sich die Schauspielerin auszieht, da ansonsten der Sinn der Handlung verfremdet worden wäre.

Da ich die Möglichkeit hatte, die auf 999 Exemplare limitierte Special-Edition von "In the name of Gore" sehen zu dürfen, hat mich auch das absolut zur Qualität des Films passende ansprechende Design der beíden DVD´s schwer beeindruckt. Es reicht fast schon aus nur das Cover der Laserdisc´s zu betrachten um gefesselt zu sein. Die Bilder auf der Rückseite der Hülle sind ästhetisch und sprechen die Sinne an.

Dankenswerter Weise dauert "ItnoG" beinahe zwei Stunden, da somit auch die letzten Handlunhslücken konsequent und erfolgreich geschlossen werden konnten. Mancher mag nun den Regisseuren vorwerfen, sie hätten sich zu stark mit den Personen, deren Hintergründen und Emotionen beschäftigt. Aber genau das ist es doch was ein gutes Drehbuch und v.a. einen guten Film ausmacht. Die Identifikation mit den Protagonisten! Selten zuvor hatte ich so das Gefühl in den Strudel, des aus der Autorenfeder stammenden Filmuniversums, gesogen zu werden.

Und da, auf einmal fiel es mir auf: Die einzigen die, mit viiiieeeel Glück, an einem derart schlecht gemachten Home-movie interessiert sein dürften, sind die näheren Freunde des "Regisseurs" (obwohl die Verbindung zu diesem Film das Wort "Regisseur" beinahe schon zur Beleidigung verkommen lässt) und die Darsteller, die sich diesen Film ein-, zweimal antun um ihn danach ganz hinten in ihrem Videoregal einstauben zu lassen. Dann schaut man ihn sich 3-4 Jahre später nochmal an, und schämt sich, dass man bei sowas mitgewirkt hat.

Bloß weil ich nen Kumpel hab, der mir die DVD ein paar hundert mal pressen kann, heißt das nicht, dass ich auf dieses Angebot eingehen sollte. Ich habe diesen Dreck, und anders kann ichs leider nicht bezeichnen, nach fast einer Stunde aus meinem Laufwerk entfernt, und hoffe immer noch dass er keine bleibenden Schäden an Fernseher und Laser-linse hinterlassen hat. Diese Stunde war eine Stunde meiner Lebenszeit, und ich bin zutiefst erschüttert, dass ich sie dafür geopfert habe. Wer auch immer euch diesen Schund andrehen will, verpasst ihm eine: vor Gericht gilt das als Notwehr!!!

Da der Film noch nicht allzulange raus ist, und die "Menschen" die dieses Werk verbrochen haben mit Sicherheit mal die Kritiken zu Ihrem Film hier nachlesen, hätte ich eine Frage, die ihr mir evtl beantworten könnt: Was habt ihr dieser armen Frau vorgelogen, damit sie sich für DAS HIER auszieht !!!???!!!

Fazit: Selbst der letzte Penner den ich auf´m Polenstrich aufgabele, spielt besser als diese Amateure. Die Kamera hat das Niveau von den Urlaubsvideos eurer Eltern! Hätte ich die Musik komponiert, hätte ich - notfalls auch gerichtlich - verfügt, dass mein Name nicht in den Credits erwähnt wird! Und die Handlung ist ein großer, schlechter Witz.

Und für jeden der damit was anzufangen weiß; wenn ich mal einen logischen Vergleich ziehen darf: wenn VIOLENT SHIT 10 Punkte bekäme (und bei Gott, die bekommt er nicht) dann bekommt "In the name of Gore" 0 Punkte.

Da "Violent shit" aber keine 10 Punkte bekommt, verzichte ich hier auf eine Bewertung. Denn selbst 0 Punkte sind für diesen Film zu viel !!!!

Details
Ähnliche Filme