Filme von Jess Franco kann man ja bewerten wie man will, im großen und ganzen gefallen mir seine Filme auch nicht wirklich, aber Jack the Ripper ist schon eine kleine Perle.
Der Arzt Dr. Dennis Orloff ist ein Mann mit zwei Gesichtern. Tagsüber untersucht er sogar die Bedürftigen und behandelt sie, ohne Geld dafür zu verlangen.
Nachts aber macht er sich auf dien Suche nach Huren, um diese grausam zu töten.
Orloffs Mutter war eine Hure und dies hat sich negativ auf Orloffs Psyche ausgewirkt und nun verspürt er den Drang, immer wieder Huren zu töten.
In der Stadt werden die Leute langsam unruhig, da Jack the Ripper, wie er genannt wird, nicht gestellt werden kann. Auch Inspektor Selby kommt dem Ripper nicht wirklich auf die Spur.
Durch Zufall kommt der Stadtstreicher Charlie Dr. Orloff auf die Spur und versucht ihn zu erpressen...
Dadurch, dass man bereits nach 5 Minuten erfährt, dass Orloff der Ripper ist, kommt im gesamten Film natürlich nicht die Spannung auf, als wenn der Ripper bis zum Ende unbekannt bleiben würde.
Doch auch so macht der Film spaß, was natürlich allein an Klaus Kinski liegt. Wer soll es denn besser können als Kinski. Orloff, ein Mann mit zwei Gesichtern, Kinski, im wahren Leben ebenfalls ein Mensch mit zwei Gesichtern. Passt doch wie die Faust aufs Auge.
Hinzu kommen einige blutige Effekte, die zwar sehr künstlich wirken, aber ihre Wirkung nicht verfehlen. Und wenn Kinski eine Hure tötet, sie dabei vergewaltigt und später noch auseinander nimmt, dann ist man gut bedient.
Gedreht wurde Jack the Ripper nicht in England, sondern in der Schweiz, da man einfach nicht das Budget hatte, um in London zu drehen. Dabei hat man eigentlich alles recht gut kaschiert, nur die Themse wirkt ein wenig arg klein, da es halt nur ein kleiner Kanal war.
Doch sonst hat es Franco geschafft, die Atmosphäre gut rüberzubringen.
Fazit: Sehr gelungener Streifen von Franco mit Kinski in einer Paraderolle. Teilweise etwas trashig, aber man wird sehr gut unterhalten.