Review

Regisseur Wes Craven wollte eigentlich keinen zweiten Teil des Klassikers " Hügel der blutigen Augen " mehr drehen, doch den Produzenten, Cravens Kumpel Peter Locke mal ausgenommen, ging es mal wieder nur um die Kohle. Eigentlich wollte Craven sein Drehbuch zu " Nightmare " an den Mann bringen, doch zuerst musste er sich um den zweiten Teil kümmern, dementsprechend unmotiviert sieht das Ganze auch aus. Das Drehbuch verfasste er wieder im Alleingang und als Budget stand im 1 Million Dollar zur Verfügung, man muss mal bedenken, dass der Erstling nicht mal ein Drittel davon gekostet hat und trotzdem dem zweiten Teil, namens " Im Todestal der Wölfe " meilenweit vorraus ist. Der Erfolg blieb daher aus und Craven gestand hinterher, dass er sich dazu nie hätte zwingen lassen sollen.
Story:
Bobby Carter kann die Ereignisse vor acht Jahren immer noch nicht verarbeiten und sagt deshalb den Trip in die Wüste zum Motorradrennen ab. Dafür fährt die junge Ruby mit, welche mal zu dem Clan der Hinterwäldler gehörte. Mitten in der Wüste hat der Bus mit den Teens und Ruby eine Panne. Was sie nicht ahnen ist, dass Pluto ( Michael Berryman ) und der noch gefährlichere Ripper immer noch hier leben und bald gibt es die ersten Opfer.

Das man an das Original nicht herankommt, war so gut wie klar, aber eine so schlechte Leistung hätte ich nicht erwartet. Der Part zu Anfang mit Bobby, hat mit dem restlichen Film fast nichts zu tun und um den Film auf Spielfilmlänge zu bekommen, wiederholt man viele Ausschnitte aus dem Erstling einfach nochmal. Diesmal findet das Ganze in einer winzigen Siedlung mitten in der Einöde statt und die Kulisse kann man als durchaus gelungen bezeichnen, vor allem der unterirdische Keller mit den ganzen Leichen, da kann kurzfristig sogar Spannung erzeugt werden, aber ansonsten bleiben Schocks aus und die Spannung erreicht nicht mal ein solides Niveau. Für den Score hat man sich sogar Harry Manfredini geholt und " Freitag der 13. " Gucker werden merken, dass einige Sounds Ähnlickeiten mit der besagten Slasherreihe haben. Aber der Score zählt noch zu den guten Dingen des Films.
Weniger gut ist die viel zu lange Anfangsphase, in der man die mehr als dämlichen Charaktere kennenlernt und bis dann mal endlich was passiert, da muss man schon eine gute halbe Stunde geduld haben. Die Action kann sich sehen lassen und besteht aus einigen Hetzjagden, einer netten Motorradjagd durch die Wüste und ein paar Keilereien. Gemordet wird recht selten, zudem noch ziemlich unblutig, oder im Off. Nur als der Motorradfahrer mit dem Speer erdolcht wird, oder das Mädchen die Kehle in Nahaufnahme aufgeschlitzt bekommt, ist Blut zu sehen. Handwerklich sehen die wenigen Goreszenen gut aus.
Die Darsteller sind fast alle nervig und sogar unter Durchschnitt, hinzu kommt noch die grottenschlechte deutsche Synchro.
Michael Berryman kann man keinen Vorwurf machen, denn er ist so ziemlich der Einzige wo seinen Part wirklich glaubwürdig und ohne zu nerven durchzieht.

Fazit
Schwache Fortsetzung eines Klassikers. Miese Darsteller, plumpe Story mit langem Anfang. Als gut kann man die Kulisse und den Score bezeichnen. Die wenigen Morde verlaufen meist unblutig, die Spannung hat sich in den Felsen verkrochen. Immerhin können noch ein paar Actionszenen punkten.
Kann bedingt unterhalten, nur was für Kompletisten und pure Fans der Reihe.

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