Es gibt Filme die schlecht sind, aber man sieht sie trotzdem immer wieder gerne an. Für mich gehört dieser Film dazu. Wes Craven drehte die Fortsetzung seines Kultfilmes von 1977 im Jahre 1983. Nach internen Problemen, die hauptsächlich das Budget betrafen, wurden die Dreharbeiten eingestellt, obwohl einige Szenen noch nicht komplett abgedreht waren. Nach dem Erfolg von 'A Nightmare on Elm-Street' brachten die Produzenten den Streifen 1985 ohne Cravens Zutun in die Kinos. Das Ergebnis ist ein Teenie-Slasher nach 08/15-Formel (die Verpflichtung von Harry Manfredini für den Soundtrack soll wohl an 'Freitag der 13.' erinnern). Es gibt zahlreiche Flashbacks zum ersten Teil (damit wenigstens abendfüllende Laufzeit erreicht wird), was schnell nervt wenn man den Vorgänger schon kennt. Man merkt das knappe Budget und den engen Zeitplan an einigen Stellen, hier sei nur Ruby/Rachel genannt: Sie taumelt, stürzt und knallt mit dem Kopf auf einen Stein. Sie bleibt regungslos liegen und man sieht etwas Blut fließen. Ist sie bewußtlos oder tot? Im Drehbuch war vorgesehen, das sie in eine Fallgrube stürzt und dabei von Speeren aufgespießt wird. Die Darsteller,sofern sie nicht schon im Original dabei waren, sind größtenteils später in besseren Streifen aufgetreten, hier spielen sie nur das übliche Kanonenfutter. Obwohl keiner der Beteiligten mit diesem Film zufrieden war (Robert Houston wandte sich sogar von der Schauspielerei ab weil er seine Aufnahmen so schlecht fand) kursierten bis Mitte der 90er Jahre Gerüchte über einen dritten Teil, an dem auch Wes Cravens Sohn Jonathan beteiligt sein sollte. Schade, es wurde nichts daraus.