Review

Bobby, der Teil eins überlebt hat, wird von schlimmen Alpträumen geplagt, wieder und immer wieder. Bobbys Freunde wollen in der Wüste ein Motorradrennen veranstalten, um für ihre Produkte zu werben. Bobbys Psychiater rät ihm, mitzugehen, doch er bleibt Zuhause. Bobbys Freunde machen sich mit dem Bus auf die Reise, doch mitten in der Einöde bleibt der Bus stehen. Man findet in der Nähe Farm und bald darauf beginnt das Grauen erneut.


Der zweite Teil der Hügelaugen beweist mal wieder deutlich, das Kult einfach nicht beliebig reproduzierbar ist. Man muß zwar anerkennen das man sieben Jahre nach dem Erstling mit Regisseur Wes Craven, dem damaligen Bobby (verabschiedet sich aber nach recht unnötigen fünf Minuten zu Beginn), Pluto alias Michael Berryman (der aber doch eigentlich im ersten Teil gestorben ist) und der ehemaligen Kannibalenschwester Ruby, die hier Rachel heißt, immerhin noch ein ganzes Quartett der damals beteiligten gewinnen konnte.

Ansonsten findet sich allerdings wenig, was Begeisterung auslösen könnte. Man karrt acht Klischeejugendlich zwecks einem Motorradrennen in die Wüste, prompt leckt der Tank auf der Geröllpiste und man hängt in der Nähe einer verlassenen Mine fest. Man hat hier das typische Kanonenfutter aus Horrorfilmen, von denen sowohl der Filmcharakter als auch der Darsteller kein Verlust sind. Wer überlebt ist eh schnell klar. Leider hat man es auf der Gegenseite auch nur noch mit zwei Geschwistern aus der Degeneriertenfamilie zu tun, die Menschenfresserei wird nur noch am Rande thematisiert, dafür haben sie sich aber offenbar im MacGuyver-Fernkurs für Todesfallen eingeschrieben.

Die Story braucht recht lang bis sie denn mal in Fahrt kommt und wirklich blutig oder horrorträchtig wird's selten. Interessanterweise allerdings wird hier streng nach Geschlecht gemeuchelt. Erst müssen die vier Kerle dran glauben (ok einer ist nur den halben Film bewußtlos), dann gehts den vier Mädels an die Bluse. Es wird aber auch leicht gemacht. Die Kids tappen brav in jedes Todesurteil das Horrorfilme zu bieten haben. Wann war eine Abkürzung durch die Wüste schon mal ne gute Idee? Warum trennt man sich bei jeder erstbesten Gelegenheit auf? Wieso schafft es der ultraharte Endgegner Ripper es nicht über 20cm hohe Flammen zu hüpfen? tHhE II ist ein Mekka für jeden Klischeeforscher.

Zumindest steigert man sich nach dem doch mäßigen Beginn, der mit überflüssigen Rückblenden und dem ganzen Bobby beim Psychiater Gedöns auch noch übermäßig gestreckt wird, in der zweiten Hälfte Ansätze von Spannung zu erkennen sind, ohne allerdings auch nur ansatzweise den Terror des Erstlings zu erreichen. Man kann wohl froh sein das sich Craven doch mehr auf den Beginn des Elm Street Franchises konzentriert hat.

5/10
PS noch mein Lieblingszitat

-"Gibt es hier noch einen anderen Ausgang?"

-"Ja" -"Wo führt der hin?"-"Raus!"

Details
Ähnliche Filme