Review

Findet (das) Memo


„Shark Tale“ gilt gemeinhin als einer der, wenn nicht sogar DER schwächste Animationsfilm, den DreamWorks je gemacht hat. Doch ist dieses fischige Abenteuer über 15 Jahre nach seinem Release wirklich noch immer eine Seegurke? Oder hat er sich gar gut gehalten, mit allen Wassern gewaschen und mittlerweile vielleicht sogar Oberwasser bekommen? Hier sind jedenfalls 10 Gründe für und 10 Gründe gegen dieses Abenteuer eines Fisches, der sich aus Versehen mit der Hai-„Mafia“ anlegt und der lernen muss, dass Erfolg und Reichtum nicht alles im Leben sind...

+1) Hochkarätiger geht ein Synchronensemble wohl kaum - sogar Martin Scorsese (!) in seiner bisher einzigen Sprechrolle! 
+2) Etliche popkulturelle Witze und optische Gags im Hintergrund. 
+3) Gefühlt oft eher für Erwachsene statt für Kinder gedacht. 
+4) Viele groovige Pophits. 
+5) Kleine sozialkritische Botschaften versteckt (vom Vegetarismus bis zum unbedingten Erfolgswillen). 
+6) Hauptfigur macht eine deutliche Entwicklung durch. 
+7) Weniger kitschig, bunt, naiv wie viele animierte Kollegen. 
+8) Für die Zeit keine wirklich hässliche Optik. 
+9) Ein sehr zackiges Tempo. 
+10) Happy End; grundsätzlich ein leicht zu verdauender Feel-Good-Film

-1) Sieht keinen Stich gegen vergleichbarer Werke. 
-2) Wäre wohl gerne sowas wie „Shrek im Wasser“. 
-3) Alles bleibt sehr oberflächlich und glatt. 
-4) Gesichter der Fische, die ihren Sprechern nachempfunden worden, etwas creepy. 
-5) Story mehr als nur vorherzusehen. 
-6) Lange Zeit nur wenige sympathische und nicht nervige Figuren. 
-7) Visuals wirken mittlerweile (wie zu erwarten) deutlich angestaubt. 
-8) Wenig emotionale Bindung für mich. 
-9) DreamWorks war damals eben noch viel deutlicher kein Pixar als heutzutage. 
-10) Wirkt etwas wie vom B-Team, während sich das A-Team um „Shrek 2“ kümmerte. 

Fazit: ein minimal unterschätzter Animationsspass mit massig popkulturellen Anspielungen, einem unfassbaren Synchronsprecherensemble und enormen Tempo. Eine überblubbernde Kreuzung aus „Findet Nemo“ und „Shrek“. Ziemlich oberflächlich, schon lange nicht mehr hübsch, in vielerlei Beziehung ein absolutes Kind seiner Zeit - aber immer noch einigermaßen unterhaltsam. 

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