Review

Notiz am Rande bevor „Die Vergessenen“ konsumiert wurde:

Schon wieder ein Film, der sich dem Genre-Mix aus Drama, Mystery und Thriller widmet. Na ja, schlimmer wie Robert de Niro als Hebamme in einem gescheiterten Versuch namens „Godsend“ wird der Film schon nicht sein. Hmmm, in Ordnung, einen Versuch ist es wert.

Kapitel I: Die vermeintlich verrückte Frau

Telly (Julianne Moore) kann den Verlust ihres 9-jährigen Sohnes Sam nicht verkraften, deshalb frequentiert sie den Psychiater Jack Munce (Gary Sinise). Schon bald stellt sich allerdings heraus, dass der Sohn gar nicht existiert bzw. nur imaginär.
Doch Telly erinnert sich präzise an ihren Sohn, der bei einem Flugzeugabsturz gestorben ist, und als sie den Alkoholiker Ash (Dominic Wes) wieder erkennt, offenbart sich eine Verbindung zwischen Sam und der vermeintlichen Tochter von Ash. Schließlich erinnert sich auch Ash mit Hilfe von Telly an seine eigene Tochter, die ebenfalls bei dieser Tragödie verstorben ist.
So weit so gut!

Notiz: Nervende, weil plappernde Französinnen links neben mir sollen doch endlich mal den Mund halten!

Kapitel II: Innovation *würrrrrrg*

Was ist denn nun das Geheimnis??
Man darf gespannt sein, denn der Anfang war nicht schlecht.
Doch was dann folgt, ist eine schlechte, ganz üble Kopie von Akte X. Dominic Wes und Julianne Moore als Mulder und Scully auf der Suche nach der Wahrheit; wie nett. Dazu noch eine Art Direktor Skinner als Gary Sinise, der zwischen Gut und Böse interveniert.
Superman, Verschwörungen, Geheimdienste, alles ist so diffus und eine Art Logik sucht man vergebens. Sinn, was ist das??
Innovation ist wirklich eine schöne Sache, aber in erzwungener Form, das lehrt uns dieser Film, auch nicht das Wahre.
Da fallen die paar gelungen Schockerszenen auch nicht mehr ins Gewicht.

Notiz: Französinnen unterhalten sich unbeschwert weiter. Na ja, wer möchte es ihnen bei diesem Film verübeln. Verdammt, warum kann ich nicht Französisch!

Kapitel III: Die Abrechnung

Normalerweise sollte man an dieser Stelle über ein kitschiges, klischeehaftes Ende vernichtend urteilen. Doch da eine positive Erwartungshaltung ohnehin schon nicht mehr vorhanden war, ist es keine Überraschung, dass der Film einen solchen Schluss bietet. Ein Störfaktor ist es allerdings nicht mehr, denn ohnehin ist alles schon unfreiwillig komisch.

Übrig bleibt eigentlich nichts, vor allem kein langlebiger Eindruck, deshalb muss man schnell vor „Die Vergessenen“ warnen. Der Film ist wieder einmal ein kläglich gescheiterter Versuch im Rahmen des Genre-Mix aus Drama, Mystery und Thriller besonders kreativ zu sein. Wer sich dennoch selbst davon überzeugen möchte, in Ordnung, eine schriftliche Warnung liegt jedenfalls vor! (1,5/10)

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