Die junge Frau Telly Paretta verliert bei einem Flugzeugabsturz ihren Sohn Sam. Noch lange nach seinem Tod steht sie täglich vor seiner Kommode, schaut sich alte Videobänder von ihm an. Behandelt wird sie von dem Psychiater Dr. Jack Munce. Doch eines Tages verändern sich Dinge in Tellys Leben. Auf dem Foto auf dem sie, ihr Ehemann und Sohn zu sehen waren, sind plötzlich nur noch sie und ihr Ehemann, die Fotos ihres Sohnes verschwinden spurlos. Von hier auf dann sagen ihr plötzlich alle, das sie nie einen eigenen Sohn gehabt habe, und schon kurze Zeit später erkennt ihr eigener Ehemann sie nicht wieder. Völlig verwirrt stößt sie auf einen Mann den sie von früher kennt, und dessen Tochter auch bei jenem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Zwar leugnet er anfangs das er jemals eine Tochter gehabt hat, doch als seine Erinnerungen plötzlich zurückkommen, beginnt für beide eine Suche auf Antworten die ihre Vorstellungskraft bei weitem übersteigen.
„Die Vergessenen“ ist so ein typischer Film aus dem man rausgeht und sich fragt „Mein Gott, was haben die bloss mit dieser geilen Idee angestellt?“. Das ganze fängt mysteriös und spannend an, entwickelt sich dann aber zu einer Verfolgungsjagd ála „Staatsfeind Nr.1“ und hat dann ein Ende das absolut blöde und simpel ist. Ich frage mich wie viele Zuschauer an der Stelle an der die Polizistin in den Himmel gerissen wird lachend gesagt haben „Ha Ha, das waren sicher die Aliens!“, und dann mit weit geöffnetem Mund am Ende des Films im Kinosessel hockten. Allein die Vorstellung, das Außerirdische so bekloppte Versuche machen, und das sie oder die NSA dafür extra die Kinderzimmer umtapezieren und dem betroffenen den Kaffee aus der Hand klauen während sie beim Psychiater sind, sorgt für ein breites Grinsen. Doch abgesehen von der hirnrissigen Story, und dem bescheuerten Ende gibt es ja noch etwas gutes am Film, und das sind die Schockeffekte. Selten zuvor waren die Schockeffekte in einem Film so gut und unmittelbar gemacht wie in diesem Film (beispielweise der „Autounfall“), oder die vermutlich beste Szene im Film als das Alien Telly anschreit und sämtliche Scheiben im Gang zerplatzen (noch nie hat mir im Kino eine Szene derartige Gänsehaut bereitet).
Jualianne Moore gibt zwar eine – zumindest großteils – recht überzeugende Telly Paretta ab, doch viel zu oft wirken ihre Gedankengänge zu „unpassend“ und verworren. Hinzu kommt das viele Schritte und viele Handlungsstränge einfach zu vorhersehbar sind, und somit die ganze Atmosphäre schon im Voraus flöten geht. Die Effekte sind zwar ziemlich gut, und auch der Score ist schön düster, doch das alles kann nicht so wahnsinnig überzeugen.
Bleibt nur zu sagen, dass die Betitelung „Der beste Film seiner Art nach „The Sixth Sense“!“ eine absolute Lüge ist. Lohnt sich nicht wirklich, höchstens was für langweilige Abende.
4,5
-> 5/10